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nextPlace

Der Forschungsschwerpunkt nextPlace wurde 2021 ins Institute for Design Strategies (IDS) eingegliedert

 

Über nextPlace (2016 – 2021)

Der Forschungsschwerpunkt nextPlace war ein interdisziplinäres Forschungsteam an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Getragen von vier Fachbereichen (Architektur/Stadtplanung, Elektrotechnik/Technische Informatik, Produktion/Wirtschaft sowie Umweltingenieurwesen/Angewandte Informatik) vereinte nextPlace Expertise aus Stadtplanung, Informatik, Mensch-Maschine-Interaktion, Wirtschaftswissenschaften und Umweltingenieurwesen. 

Ziel von nextPlace war es, digitale Lösungen in den Themenbereichen Smart City und Smart Mobility zu erforschen und zu entwickeln. Die Forschungsschwerpunkte lagen insbesondere in der Analyse und Visualisierung dynamischer Raumprozesse sowie in der Erarbeitung neuer Zukunftsbilder. Technische Fragestellungen wurden dabei stets in ihren gesellschaftlichen, unternehmerischen und räumlichen Kontext eingebettet, um den Herausforderungen einer komplexen und dynamischen Welt (VUCA) nachhaltig zu begegnen.

Forschung & Entwicklung

nextPlace erforschte und entwickelte digitale Lösungen an der Schnittstelle von Stadtentwicklung, Mobilität und Technologie. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der zentralen Forschungsprojekte:

LivingLab Essigfabrik

Laufzeit: 2019 – 2022 | Förderung: EFRE.NRW / EU & Land NRW

Im Zuge der Transformation des Köln-Deutzer Hafens zu einem Wohn- und Arbeitsquartier erforschte das Projekt die Rolle digital-vernetzter Sozial- und Kulturstrukturen. Am Beispiel der Essigfabrik, einer etablierten Kulturstätte, wurde untersucht, wie Technologien so eingesetzt werden können, dass gesellschaftliche Teilhabe und Nachbarschaft gestärkt werden. Als experimentelles „LivingLab“ bot die Essigfabrik einen Raum an der Schnittstelle von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kreativwirtschaft, um neue nutzerorientierte Angebote und digitale soziale Innovationen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Akteuren zu erproben. Hier geht es zum Projekt

 

myField – Webbasiertes Partizipations-Tool

Laufzeit: 01.02.2018 – 31.07.2019 | Förderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

myField war ein geodatenbasiertes Web-Portal für kollaborativen Umweltschutz im Wohnumfeld. Es vereinte Recherche, Simulation und Kommunikation in einer Anwendung: Bürgerinnen und Bürger konnten sich über lokale Umweltmaßnahmen informieren, deren Effekte für die eigene Nachbarschaft simulieren und direkt in den Austausch mit Kommunen, Beratungsbüros und Herstellern treten. Das Projekt entwickelte dafür eine integrierte Geodateninfrastruktur, die bürgerschaftliches, kommunales und unternehmerisches Engagement in nachhaltigen Stadtentwicklungsprozessen digital vernetzte.

Stempicom – Geodateninfrastruktur für ländliche Lieferdienste

Projektstart: 30.11.2017 | Förderung: BMVI / mFUND

Ziel des Forschungsprojekts war die Konzeption einer zeiträumlichen Geodateninfrastruktur zur Stärkung der Nahversorgung in ländlichen Räumen. Über digitale Vernetzung sowie die Einbindung von bürgerschaftlichem Engagement (z. B. Mitnehm- und Mitfahr-Modelle) und regionalen Erzeugern sollten Zustellketten effizient organisiert werden. Durch die Verknüpfung orts- und zeitbezogener Daten konnten Transportrouten und Logistikprozesse im ländlichen Raum optimal koordiniert werden.

 

HUeBro – Haushebung Brockwitz

Laufzeit: 01.04.2017 – 31.03.2019 | Förderung: BMUB (Anpassung an den Klimawandel)

Das Verbundprojekt "HUeBro" erforschte das Anheben von Gebäuden als innovative, alternative Maßnahme der Hochwasservorsorge vor dem Hintergrund zunimmender Extremwetterereignisse. An der TH OWL arbeiteten die Forschungsschwerpunkte nextPlace, urbanLab und ConstructionLab interdisziplinär mit externen Partnern aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um am konkreten Fallbeispiel in Coswig bauliche, ökologische und planerische Aspekte der Gebäudehebung zu untersuchen.

 

Standortanalyse Elektromobilität im Kreis Lippe

Laufzeit: 2015 – 2016 | Auftraggeber: Kreis Lippe

Im Rahmen seiner Auftragsforschung führte nextPlace raum- und mobilitätsbezogene Studien für externe Partner durch. Ein zentrales Praxisbeispiel war die „Standortanalyse zur Positionierung von e-Car-Ladesäulen im Kreis Lippe“. Hierbei wurden Elektromobilität, erneuerbare Energien und Wirtschaftsverkehre mittels Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) intelligent verknüpft, um bedarfsgerechte Ladeinfrastrukturen für den ländlichen Raum zu entwickeln.

Prototypen

In seinem Forschungsfeld „Raum-Zeit-Muster intelligenter Mobilität“ entwickelte nextPlace experimentelle Prototypen zur Visualisierung und Simulation räumlicher Prozesse:

GeoSegregation

Kombinierte Geoinformationssysteme (GIS), Multi-Agenten-Simulationen (MAS) und 3D-Web-Visualisierungen. Der Prototyp demonstrierte, wie agentenbasierte Modelle mit realen Raumdaten verknüpft werden können, um räumliche Trennungsprozesse und dynamische Verhaltensmuster anschaulich zu simulieren.

 

Holzminden Health Map

Untersuchte die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesundheitsinfrastruktur im ländlichen Raum. Das Tool analysierte das Spannungsfeld zwischen einer alternden Bevölkerung und sinkenden Gesamteinwohnerzahlen, um verlässliche Planungsgrundlagen für die regionale Medizinversorgung zu schaffen.

 

Twitter GeoStream

Nutzte georeferenzierte Datenströme des Kurznachrichtendienstes Twitter für Raum-Zeit-Analysen. Durch die Auswertung von Zeitstempeln und Standortdaten ermöglichte die Anwendung neue Einblicke in reale Bewegungsmuster und die Wahrnehmung von Räumen.

 

Fahren wie ein Pendler

Eine Web-Applikation zur Visualisierung regionaler Pendlerströme in Ostwestfalen-Lippe auf Basis amtlicher Daten und OpenStreetMap. Farbige Bewegungslinien verdeutlichten Stärke, Richtung und Dynamik der Pendlermobilität zwischen den Gemeinden.

 

4D-Darstellung regionaler Unfallstatistiken

Übersetzte Auszüge der Verkehrsunfaldaten in Nordrhein-Westfalen in interaktive 4D-Raum-Zeit-Sphären. Die Anwendung machte zeitliche und räumliche Häufungen von Unfallereignissen im Straßennetz anschaulich sichtbar.

 

Demographische Struktur des Regierungsbezirks Detmold

Analysierte mithilfe von GIS-Software und Diagrammen Bevölkerungsentwicklung, -dichte und Wachstumsraten im Regierungsbezirk Detmold, um vergleichende Einblicke in regionale demografische Trends zu liefern.

So erreichen Sie uns

Kontakt


 

Anspechpartner:
Prof. Dr. Axel Häusler
tel:  +49(0)5231-769 6968
Email: axel.haeusler@th-owl.de
Lehrgebiet Digitale Medien und Entwerfen