6. Dezember 2017: Lebensmittel-4.0-Symposium mit Beteiligung des ILT.NRW in der FOODPOLIS in Südkorea

Wie wirken sich neue digitale Technologien, die unter dem Begriff „Industrie 4.0“ gefasst werden, auf die Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft aus? Diese aktuelle Fragestellung stand am 6. Dezember 2017 im Zentrum des internationalen Symposiums „Food Industry and the 4th Industrial Revolution“ am Forschungszentrum FOODPOLIS in Iksan, Südkorea. Ein deutsches Experten-Team unter Beteiligung des ILT.NRW beleuchtete den Themenkomplex neben fünf koreanischen Fachleuten in Vorträgen und Podiumsdiskussion aus Sicht von Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Wie wirken sich neue digitale Technologien, die unter dem Begriff „Industrie 4.0“ gefasst werden, auf die Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft aus? Diese aktuelle Fragestellung stand am 6. Dezember 2017 im Zentrum des internationalen Symposiums „Food Industry and the 4th Industrial Revolution“ am Forschungszentrum FOODPOLIS in Iksan, Südkorea. Ein deutsches Experten-Team unter Beteiligung des ILT.NRW beleuchtete den Themenkomplex neben fünf koreanischen Fachleuten in Vorträgen und Podiumsdiskussion aus Sicht von Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Begrüßungsreden des Präsidenten der FOODPOLIS, Hwang In Shik, der Abgeordneten der südkoreanischen Nationalversammlung, Cho Bae Sook, und dem Bürgermeister der Stadt Iksan. Die erste Session startete mit einem Vortrag von Dr. Hermann Schlöder vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über die deutsche Lebensmittelindustrie, Handelspolitik, Lebensmittelsicherheit und Digitalisierung. Dr. Sabine Brunklaus vom ILT.NRW gab direkt in Anschluss einen Überblick zu Forschungsansätzen und Projekten im Bereich „Lebensmitteltechnologie 4.0“ an der Hochschule OWL. Insbesondere stellte sie die Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL vor und das Sondierungsprojekt Lebensmittel 4.0. Aus dem Blickwinkel der Verpackungsindustrie referierte Dr. YangJai Shin vom Mirae Packaging Institut über den Einfluss von Industrie 4.0 auf die koreanische Lebensmittelindustrie und damit verbundene Entwicklungen in der Verpackungsbranche. Dr. DonghJu Kim erläuterte zu Beginn der zweiten Session wie ein HACCP-Konzept zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit auf Basis von ICT bzw. IoT (Internet of Things) funktioniert. Zum Abschluss der Session referierte Dr. Klemens van Betteray von der CSB-System AG über die Zukunft der Lebensmittelbranche: „Industrie 4.0 – Quo vadis Lebensmittelindustrie?“, insbesondere mit Blick auf Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der Fleischverarbeitung  sowie neue Ansätze wie 3D-gedrucktes „Kulturfleisch“.
Zu den weiteren Stationen der Reise der deutschen Delegation gehörte ein Besuch der Qualitätsüberwachungseinrichtung KAPE,  die Besichtigung einer Produktionsstätte des Fleischproduzenten S-FOOD und ein Gespräch mit dem ständiger Vertreter der deutschen Botschaft in Seoul.

FOODPOLIS in Korea:
Das mit rund 500 Millionen Dollar geförderte Lebensmitteltechnologiezentrum FOODPOLIS wurde 2007 vom koreanischen Ministerium für Landwirtschaft, Lebensmittel und ländliche Entwicklung initiiert. In dem Komplex in der Stadt Iksan, 200 km südlich von Seoul, sind auf einer Fläche von 358 Hektar neben Forschungs- und Dienstleistungszentren für die Lebensmittelbranche Schulen, Universitäten, Gewerbegebiete und Grünanlagen geplant bzw. bereits realisiert. Zu den Zielen der FOODPOLIS gehört es, ausländische Unternehmen zur Unterstützung grundlegender regionaler Strategien zu gewinnen und Kooperationsabkommen mit Agrar- und Lebensmitteltechnologienetzwerken sowie F & E-Zentren im Ausland zu schließen.

Videos:
http://ctvkorea.com/page.php?m=2&s=2&t=1&wr_id=3923&sca=CTV%ED%98%84%EC%9E%A5%ED%8F%AC%EC%BB%A4%EC%8A%A4

https://www.facebook.com/foodpolis.kr/videos/2010622489156466/