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Das ILT.NRW gewährt „Einblicke“

Zum zehnjährigen Jubiläum erscheint eine Sonderausgabe des Institutsmagazins

Das ILT.NRW der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe wurde im Jahr 2011 zur Verstetigung der Kompetenzplattform „Lebensmittelqualität und –sicherheit“ als zweites Forschungsinstitut mit dem Namen „Institut für Lebensmitteltechnologie“ gegründet. In den ersten zehn Jahren seines Bestehens entwickelte das Institut sein Profil besonders entlang der Schnittstellen zur Biotechnologie, zu Verfahren der Bio-Raffinerie und Bioenergie sowie zur Digitalisierung und Automation. Seit 2021 führt das Institut nun den neuen Namen „Institute for Life Science Technologies“, um diesen Fokus adäquat zu repräsentieren. Die Lebensmitteltechnologie steht weiterhin als zentrales Objekt im Forschungsinteresse des Instituts.

Mit über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und acht Professorinnen und Professoren arbeitet das Institut zusammen mit Industriepartnerinnen und -partnern an nationalen und internationalen Forschungsprojekten.

„Unsere Ernährungssysteme sind im Kontext der großen globalen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, der wachsenden Weltbevölkerung, der Zunahme ernährungsbedingter Krankheiten und sozialer Verwerfungen häufig in ihrer Bedeutung unterschätzt. Eine moderne und nachhaltige Lebensmitteltechnologie kann und muss einen Beitrag dazu leisten. Dazu haben wir in Lemgo mit den hier vorhandenen Forschungsinstituten und ansässigen Partnerinnen und Partnern besonders gute Voraussetzungen. Unsere Namensänderung ist so gesehen eine konsequente und notwendige Richtungsanpassung“, begründet Institutsleiter Professor Dr. Jan Schneider die Entscheidung zur Umbenennung. Seit fünf Jahren hat das Institut einen weiteren fachlichen Schwerpunkt gemeinsam mit dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) und zahlreichen Partnerunternehmen entwickelt. Das hierfür eigens gebaute Forschungsgebäude, die neue Smart FOODFACTORY, wird noch in diesem Jahr fertiggestellt. Hier werden Forschungen an der Digitalisierung im Lebensmittelkontext weitergeführt. Sie sollen schon in naher Zukunft nicht allein Gegenstand von Untersuchungen sein, sondern auch als geeignete Instrumente dazu beitragen, die großen Herausforderungen der Ernährungsversorgung zu lösen. Pflanzenbasierte Alternativen für Milch, Milchprodukte, Fleisch und Wurst sind ein wesentlicher Fokus, auf die das Institut bereits heute die Aufmerksamkeit lenkt. Das Forschungsgebäude soll dabei nicht nur die Infrastruktur stellen, sondern ist zugleich auch Schaufenster für alle Interessierten der Gesellschaft und Wirtschaft.

„Alle Personen sind jederzeit eingeladen, zu schauen, was wir dort machen. Unsere Aufgabe ist es, zu erklären, was die Forschung macht. Kein Mensch möchte den digitalen Zwilling eines Burgers auf dem Teller haben. Dass Hightech-Forschung und Lebensmittel, die für jeden von uns ‚ein Stück Natur‘ sind, keine zwangsläufigen Gegensätze sind, können wir hier zeigen. Im Gegenteil: Die Lebensmitteltechnologie der Zukunft wird die natürlichen Ressourcen noch viel ernster nehmen müssen und mehr daraus machen, als dass heute der Fall ist“, erklärt Dr. Andrea Davis, die Projektmanagerin der Smart FOODFACTORY. Informationen zu den aktuellen Forschungsarbeiten erhalten Interessierte in der zum zehnjährigen Jubiläum erschienen zweiten Sonderausgabe des Magazins „Einblicke“.

Das Magazin ist hier online zugänglich.