Neues Massenspektrometer ist in Betrieb

In der vergangenen Woche wurde das hochauflösende Massenspektrometer geliefert und in Betrieb genommen. Damit wird es an der TH OWL ab sofort möglich sein, Referenzanalytik in einer ganz neuen Dimension durchzuführen.

Mithilfe des Massenspektrometers können zukünftig komplexe Proben noch besser aufgeschlüsselt und einzelne enthaltene Substanzen eindeutig identifiziert werden. Diese neuen Möglichkeiten sollen vorrangig in den Projekten der smartFoodTechnologyOWL zur Anwendung kommen. Speziell sollen stoffliche Veränderungen von Lebensmitteln während der Verarbeitung auf molekularer Ebene analytisch sichtbar gemacht werden, und können im Anschluss mit parallel aufgenommenen Prozess- und Sensordaten (z.B. NIR-Spektren) aus dem Herstellungsprozess verglichen werden, um so mögliche Korrelationen sichtbar zu machen. So ist zum Beispiel geplant, Proben, die aus dem SMART Mashing Plant zu verschiedene Zeitpunkten gezogen wurden, in Hinblick auf die Maischezusammensetzung zu analysieren. Mithilfe dieser Daten sollen Machine-Learning-Modelle trainiert werden, die dann dafür verwendet werden sollen, Qualitätsparameter in Echtzeit direkt im Prozess zu bestimmen.
Da die Genauigkeit der Modelle stark von der Genauigkeit der Referenzanalytik abhängig ist, kann durch die Empfindlichkeit des Massenspektrometers hier eine ganz neue Qualität erreicht werden. Das neue Gerät ermöglicht die präzise Analyse von Kohlenhydraten, Proteinen, Peptiden, Aromen und viele weitere Lebensmittelinhaltsstoffe. Darüber hinaus sollen Messungen mit diesem Gerät der gesamten TH OWL als Service zur Verfügung stehen.
Das Massenspektrometer wurde vorerst in der Interimslösung der Smart FOODFACTORY installiert und wird nach der Fertigstellung des Neubaus dorthin umziehen.