Medizinische Dateninfrastrukturen

Medizinische Dateninfrastrukturen

Aus digitalen Gesundheitstechnologien sind medizinische Datenbanksysteme nicht mehr wegzudenken. Hierbei wird heutzutage die Datenbank selbst nicht unbedingt mehr als alleinstehende Einheit mit Daten verstanden. Unter dieser werden zudem vielmehr sämtliche assoziierte Anwendungen und Dienste gesehen, welche die Ein- und Ausgabe von Daten produktiv und effektiv gestalten. Von technischer Seite zeichnet sich das Gesundheitswesen durch eine extrem hohe Systemdiversität aus. Beispielsweise betreiben Krankenhäuser nicht selten mehrere hundert Einzel-/Spezialsysteme, wobei diese nur teilweise miteinander interagieren.

Die fortschreitende Digitalisierung macht ebenfalls vor dem Patienten nicht halt. Unterschiedliche patientenzentrierte Anwendungen, Smart Devices und ein breites Sortiment diverser Gesundheits-„Apps“ stehen dem Patienten zur Verfügung.

Insgesamt zeichnet sich das Gesundheitswesen durch ein intersektoral und interdisziplinär agierendes Feld aus. In diesem Kontext beschäftigt sich dieses Forschungsgebiet mit der intelligenten Vernetzung von Gesundheitstechnologien. Hierbei spielen die Standardisierung von Austauschformaten sowie die Semantik – das gemeinsame Verständnis über die Inhalte – ebenso eine Rolle wie auch die menschliche Ebene der Anwenderinnen und Anwender.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung des Patienten selbst in seinen Gesundheitsprozess. Hierbei sollen Tools und Verfahren entwickelt werden, wie Patienten besser in den Erhebungs- / Verarbeitungs- und Steuerungsprozess von medizinisch relevanten Daten eingebunden werden können.

PROFESSOR

Prof. Dr. rer. medic. Philipp Bruland
Email: philipp.bruland@th-owl.de
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