Projekte

KIAM:
„Kompetenzzentrum KI in der Arbeitswelt des industriellen Mittelstands in OstWestfalenLippe“

Projektlaufzeit: 1.10.2020 bis 30.9.2025 (Laufend)
Forschungsbereich:
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg , Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. Dr. rer. soc. Carsten Röcker


  

Im Rahmen der Arbeitsforschung werden kontinuierlich Konzepte, Methoden und Instrumente entwickelt, die dazu eingesetzt werden können, die Arbeit von morgen aktiv zu gestalten.

 

Um den Transfer dieser Erkenntnisse in die Gesellschaft zu stärken, verfolgt das BMBF mit dem Förderschwerpunkt „Zukunft der Arbeit: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung“ das Ziel, die Arbeitsforschung enger mit der Arbeitsgestaltung in der betrieblichen Praxis sowie der Hochschulausbildung zu verzahnen. Dafür werden in regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung neue Erkenntnisse zur Gestaltung der Arbeit der Zukunft in Forschungsverbünden aus Wissenschaft und Wirtschaft/Sozialpartnern erarbeitet sowie geeignete Strategien zur Überführung dieser Ergebnisse in die betriebliche Praxis entwickelt, erprobt und modellhaft validiert.

 

Mit dem Fokus auf die Stärken ihrer jeweiligen Regionen sollen die Kompetenzzentren als zentrale Anlaufstelle etabliert werden und so die regionalen betrieblichen Akteure dabei unterstützen, passgenaue Arbeitswelten zu entwickeln.

 

In der ersten Wettbewerbsrunde liegt der Schwerpunkt auf der Gestaltung des Einsatzes von Methoden und Werkzeugen der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt.

 

Die Anwendung KI-basierter Lösungen wird die Arbeitswelt von Morgen grundlegend verändern: KI-Systeme unterstützen, verbessern, übernehmen und schaffen neue Arbeitsfelder. Die Potenziale und Risiken beim Einsatz von KI werden dabei wesentlich durch die Kompetenzen und Qualifikationen der beteiligten Personen bestimmt. Dies trifft im besonderen Maße für den industriellen Mittelstand zu. Die Nutzung von KI bietet für kleine und mittlere Unternehmen große Potentiale entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Identifikation von konkreten Einsatzmöglichkeiten sowie die Gestaltung der KI-basierten Lösungen stellt die kleinen und mittleren Unternehmen vor zahlreiche Herausforderungen wie fehlende qualifizierte Fachkräfte oder unklare organisationale und technologische Voraussetzungen.

 

Ziel des Projekts ist daher der Aufbau des regionalen Kompetenzzentrums „KI in der Arbeitswelt des industriellen Mittelstands“ zur Etablierung einer ganzheitlich ausgerichteten KI-Arbeitsforschung. Hierdurch werden die komplexen Herausforderungen und Potenziale von KI auf den Ebenen Technologie, Organisation und arbeitender Menschvollständig adressiert. Es setzt hierfür auf die bestehenden Erfahrungen und Forschungsergebnisse in den Bereichen Arbeit 4.0, KI-basierte Innovationen und Technologietransfer insbesondere im Kontext des Spitzenclusters it`s OWL auf. Mit dem Kompetenzzentrum wird somit eine zentrale Anlaufstelle etabliert, die bedarfsbezogenes Gestaltungswissen im Kontext industrieller Arbeit regional erforscht, anwendet und über die Grenzen von OWL hinaus transferiert.

 

Die Umsetzungsstrategie des Kompetenzzentrums basiert auf einem Dreiklang aus: erstens KI-bezogenen Forschungsergebnissen aller eingebundenen Wissenschaftspartner, zweitens daraus abgeleiteten mittelstandsgerechten Transferformaten und Leistungsangeboten sowie drittens konkreten Umsetzungen bei größeren Mittelständlern (Leuchtturmprojekten) und KMUs (Transferprojekte). Zentrale Themenkontexte zur Einbindung wissenschaftlicher KI-Expertise sind zum Beispiel Technologieakzeptanz, Kompetenzmanagement, Arbeitssicherheit etc. Die erarbeiteten Formate werden entlang einer Befähigungskette Informieren–Vernetzen–Qualifizieren–Umsetzen strukturiert und umfassen auch die Kontexte berufliche Weiterbildung und Hochschulbildung.

 

Ein nachhaltiger, umfassender Transfer der Forschungsergebnisse in den Mittelstand, die Wirksamkeit der operativen Strukturen sowie die Qualität der erarbeiteten Lösungen und Demonstratoren werden durch den regionalen Verbund von 29 Partnern gesichert und kontinuierlich weiterentwickelt.


Forschungspartner

- Fachhochschule Bielefeld (FH BI)

- Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW)

- Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik (IEM)

- Fraunhofer IOSB, Institutsteil Industrial Automation (IOSB-INA)

- Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL)

- Universität Bielefeld (UBI)

- Universität Paderborn (UPB)

 

 

Unternehmen

- Atos Information Technology GmbH

- Bette GmbH

- Bosch Rexroth AG

- Deutsche Angestellten-Akademie OWL

- Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

- Herbert Kannegiesser GmbH

- itelligence AG

- Lenze SE

- Miele & Cie. KG

- WAGO Kontakttechnik GmbH & Co.KG

- Weidmüller Interface GmbH & Co. KG

 

 

Projektkoordination

it's OWL Clustermanagement GmbH

 

 

Sozialpartner

- IG Metall Bezirksleitung NRW

 

 

 

 


Förderkennzeichen: 02L19C118
Förderlinie: BMBF
Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg , Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. Dr. rer. soc. Carsten Röcker
Mitarbeiter: M.Sc. Alexander Kuhn