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Projekte

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Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über spannende Projekte die im Zusammenhang mit dem Inklusionsbüro der TH OWL entstanden sind.

Verborgene Hürden auf dem Campus sichtbar machen

UNSICHTBARRIEREN

Viele Barrieren im Hochschulalltag sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Genau hier setzt die Kampagne „UNSICHTBARRIEREN“ an, die im Auftrag des Inklusionsbüros der TH OWL entstanden ist.
Sie macht verborgene Hürden auf dem Campus sichtbar und rückt das Thema Chancengleichheit in den Fokus. Um zu veranschaulichen, wie sich diese Barrieren auf das Studium auswirken, verbindet das Projekt analoge und digitale Formate. Neben Risografie-Plakaten, Daumenkinos und Augmented-Reality-Erweiterungen nutzt die Kampagne Social Media als zentrale Plattform. Dort geben veröffentlichte Interviews mit Betroffenen Einblicke in den realen Studienalltag und das Leben mit bestimmten Behinderungen. Ergänzt werden diese durch einen Kurzfilm, in dem animierte Risografie-Elemente gezielt eingesetzt werden, um ansonsten unsichtbare Hürden, Symptome und innere Gefühle visuell greifbar zu machen.

Stellvertretend für eine Vielzahl an unsichtbaren Einschränkungen thematisiert das Projekt sechs spezifische Diagnosen: Depressionen, Legasthenie, ADHS, Reizdarmsyndrom, Epilepsie und Schwerhörigkeit. Ein zentrales Gestaltungselement ist dabei die Farbgebung, die sich an der Disability-Pride-Flag orientiert. Deren Farben, die zwischen psychischen, kognitiven, körperlichen und Sinnesbehinderungen unterscheiden, wurden in die charakteristische Farbpalette des Risodrucks übersetzt. Anhand dieser Farbcodierung zeigen die Grafiken konkrete Situationen aus dem Hochschulalltag und machen die alltäglichen Hürden sowie die Empfindungen der Betroffenen sichtbar.

Entwickelt wurde „UNSICHTBARRIEREN“ im Wintersemester 2025/26, im Rahmen eines Medienprojektes des Fachbereichs Medien und Kultur der TH OWL. Ein interdisziplinäres Team aus elf Studierenden der Bereiche Kommunikationsdesign, Film und Animation erarbeitete die crossmediale Kampagne unter der Anleitung von zwei Betreuenden. Maßgeblich für die inhaltliche Tiefe war die Unterstützung durch betroffene Personen, die in den Interviews ihre persönlichen Erfahrungen teilten. Für die visuelle Umsetzung auf den Plakaten und im Kurzfilm arbeitete das Team zudem mit Schauspielenden zusammen, um die geschilderten Erfahrungen in nachvollziehbare Alltagsszenen zu übertragen.

Digitale Inhalte der Kampagne

Kurzfilm UNSICHTBARRIEREN

Der Kurzfilm "Unsichtbarrieren" spielt auf dem Campus der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Detmold. Der Film thematisiert unsichtbare Barrieren im Hochschulalltag. Im Mittelpunkt stehen fünf Studierende, die jeweils mit einer nicht sichtbaren Einschränkung leben und im Alltag an der Hochschule auf unterschiedliche Hindernisse stoßen. Die fünf Hauptdarsteller:innen sind Tabea, Thomas, Fynn, Boran und Jan. Tabea lebt mit einer psychischen Einschränkung am Beispiel Depressionen, die im Film durch die Farbe Blau visualisiert wird. Thomas hat eine sensorische Einschränkung in Form einer Schwerhörigkeit, die durch die Farbe Grün dargestellt ist. Fynn lebt mit einer körperlichen Einschränkung am Beispiel von Morbus Crohn und Reizdarm, visualisiert durch die Farbe Rot. Boran und Jan haben kognitive Einschränkungen. Bei Boran wird Legasthenie thematisiert, bei Jan ADHS. Beide werden im Film durch die Farbe Melon gekennzeichnet. Der Film arbeitet mit animierten Elementen in den jeweiligen Farben, um die individuellen Einschränkungen sichtbar zu machen und hervorzuheben. Diese Animationen zeigen die unsichtbaren Einschränkungen und Barrieren der Figuren in verschiedenen Alltagssituationen an der Hochschule. Ziel unseres Kurzfilms war es, Aufmerksamkeit für das Thema Inklusion und die Arbeit des Inklusionsbüros an unserer Hochschule zu schaWen. Dabei lag der Schwerpunkt bewusst auf unsichtbaren Einschränkungen und Barrieren, die im Hochschulalltag oft übersehen werden. Der Film soll für diese weniger sichtbaren Herausforderungen sensibilisieren und ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Inklusion fördern.

Den Kurzfilm können Sie auf dem YouTube Account der TH OWL finden. Außerdem befinden sich dort in der Playlist Unsichtbarrieren zusätzlich interessante Interviews die das Team mit Betroffenen geführt hat.

Weitere Informationen über die thematisierten Krankheiten und Einblicke zur Entstehung der Kampagne gibt es auf dem Instagram-Account @unsichtbarrieren.