Die Veranstaltung wurde vom Institut für Wissenschaftsdialog (IWD) der TH OWL gemeinsam mit dem Kreis Herford und der KI-Akademie OWL organisiert. Ziel war es, konkrete und praxisnahe Ideen zu entwickeln, wie KI künftig Mitarbeitende in Verwaltungsprozessen unterstützen kann – immer mit dem Fokus auf den Menschen und ihre Bedürfnisse.
Verwaltung trifft Hochschule
Der Ideationsprint brachte unterschiedliche Perspektiven zusammen: Mitarbeitende verschiedener Fachbereiche der Kreisverwaltung Herford arbeiteten gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Digital Management Solutions (DiMS) an Zukunftsszenarien für die Verwaltung von morgen.
Den fachlichen Einstieg gab Prof. Dr. Markus Lange-Hegermann vom Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der TH OWL mit einem Impulsvortrag zum Thema Künstliche Intelligenz in der Verwaltung. Dabei zeigte er aktuelle Entwicklungen rund um KI sowie mögliche Einsatzfelder im behördlichen Kontext auf. Ergänzend gab Leonie Griese, Chief Digital Officer des Kreises Herford, Einblicke in die digitale Transformation der Kreisverwaltung.
Von Herausforderungen zu konkreten Zukunftsideen
Ausgangspunkt des Ideationsprints waren reale Fragestellungen und Erfahrungen aus dem Verwaltungsalltag. In gemischten Teams analysierten die Teilnehmenden bestehende Herausforderungen, identifizierten Potenziale für den Einsatz von KI und entwickelten darauf aufbauend erste Lösungsansätze.
Der direkte Austausch zwischen Studierenden und Mitarbeitenden der Kreisverwaltung ermöglichte dabei unterschiedliche Perspektiven auf die Fragestellung, wie digitale Technologien Arbeitsprozesse künftig sinnvoll unterstützen können.
Ideen entwickeln, testen und weiterdenken
Im Verlauf der zwei Tage entstanden aus ersten Überlegungen konkrete Konzepte und Prototypen für mögliche KI-gestützte Anwendungen in der Verwaltung.
Begleitet wurde der Sprint von Prof. Dr. Josef Löffl, Leiter des Instituts für Wissenschaftsdialog (IWD) und Studiengangsleiter Digital Management Solutions, sowie Daniel Reinhart, Praxis-Doktorand am Institut für Wissenschaftsdialog (IWD) der TH OWL, der die Teilnehmenden methodisch durch den Innovationsprozess führte.
Gemeinsam unterstützten sie die Teams dabei, aus identifizierten Herausforderungen tragfähige Ideen und Lösungsansätze für den Verwaltungsalltag der Zukunft zu entwickeln.
Wertvoller Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis
Der Ideationsprint zeigte, wie gewinnbringend die Verbindung von Hochschule und Praxis sein kann. Während die Studierenden ihr Wissen aus den Bereichen Digitalisierung, Innovation und Management in einem realen Anwendungskontext einsetzen konnten, profitierten die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung von neuen Perspektiven und kreativen Lösungsansätzen.
Die entwickelten Ideen machten deutlich, dass Künstliche Intelligenz große Potenziale bietet, um Verwaltungsprozesse weiterzuentwickeln und Mitarbeitende im Arbeitsalltag zu unterstützen. Gleichzeitig zeigte sich, dass erfolgreiche digitale Lösungen immer gemeinsam mit den Menschen gestaltet werden müssen, die sie später nutzen.
Digitale Transformation gemeinsam gestalten
Der Ideationsprint „Kreisverwaltung 2035“ verdeutlicht, wie Studierende, Wissenschaft und Praxis gemeinsam an Zukunftsfragen arbeiten können. Die Veranstaltung steht beispielhaft dafür, wie neue Technologien durch interdisziplinäre Zusammenarbeit greifbar gemacht und innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen entwickelt werden können.






