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Lesung im ‚anno 1578‘ begeistert die Lemgoer

"Sag mal Oma, wie war das damals?" - "lass mal, ich hab' jetzt keine Zeit!" In seiner autobiografischen Erzählung “Das Haus der starken Frauen” beschreibt Lutz Nierhoff die Lebensgeschichten seiner Oma, Mutter und Schwester sowie die des familiengeführten Malerbetriebs. Insbesondere die Lebensumstände von Oma Johanna haben den Autor vor Herausforderungen gestellt:

die alleinige Verantwortung für einen Betrieb ließ wenig Raum für Dialog, sodass die Informationsgrundlage aus erster Hand dürftig ausfiel; 

kriegsbedingt sind in Archiven nicht mehr vollständige Unterlagen in vorhanden; 

Erzählen, insbesondere über Schwierigkeiten und Probleme, war für die Generation der Großeltern eine Überwindung.

Dennoch gelingt es Nierhoff, die Geschichte seiner Familie und deren Schicksalsschläge aufzuarbeiten, sie in den historischen Kontext zu setzen und die Stärken aller drei Frauen individuell herauszustellen. 

"Jede der drei Frauen hat die für ihre Zeit geltende Grenze überschritten", fasst Nierhoff die bewegenden Biografien zusammen. 

Mit dem passenden Anteil an Humor, historischen Fakten und Emotionen schildert Lutz Nierhoff die Geschichte seiner Familie und des Malerbetriebs.