Der fünftägige Workshop des Instituts für Wissenschaftsdialog (IWD) brachte 23 Studierende und Auszubildende aus OWL, der TU Chemnitz und der FH Erfurt zusammen. Ziel war es diesmal, innovative Ideen für den intelligenten Bahnwaggon der Zukunft zu entwickeln.
Die Teilnehmenden durchliefen einen vollständigen Design-Sprint – von der Problemdefinition über die Ideengenerierung bis hin zur Entwicklung von Prototypen und der Präsentation vor einer Fachjury. Unterstützt wurden sie dabei von Expert*innen aus Wissenschaft und Industrie, die Impulse gaben und die Teams während der Woche begleiteten.
Am Ende entstanden drei Lösungskonzepte, die zeigen, wie vielfältig und praxisnah die Zukunft des Bahnreisens gedacht werden kann:
- Modularer Mehrzweck-Transporter — Ein flexibel nutzbarer Waggon mit seitlich klappbaren Sitzen, der sich spontan an das Fahrgastaufkommen oder die Mitnahme von Fahrrädern anpassen lässt. So entsteht mehr Platz, wenn er gebraucht wird, und das Reisen wird stressfreier.
- Digitale Plattform für mehr Barrierefreiheit — Eine Softwarelösung, die Reiseverläufe, Störungen, Waggonauslastung und freie Einstiegsbereiche in Echtzeit anzeigt. Ein integriertes Rufsystem ermöglicht Unterstützung beim Ein- und Ausstieg. Die Plattform ist sowohl über mobile Endgeräte als auch über Bedienelemente im Zug nutzbar.
- Familienwelt auf Schienen — Ein Waggon speziell für Familien mit kleinen Kindern. Hygienische Sanitärbereiche, Wickel- und Stillräume sowie Spiel- und Aufenthaltszonen sorgen für ein angenehmes Reiseerlebnis. Eine Schallisolierung stellt sicher, dass andere Fahrgäste nicht gestört werden.
Bei der Abschlussveranstaltung lobte die Jury – bestehend aus Gisela Eickhoff (HARTING Technologiegruppe), Ralf Niklass (Alstom S. A.) und Hinrich Hempel-Surkamp (DB Cargo) – die hohe Qualität, Kreativität und Umsetzbarkeit der präsentierten Ideen. Die Ergebnisse zeigen, wie wirkungsvoll Formate wie die RailWeek OWL junge Menschen dabei unterstützen, komplexe Zukunftsfragen praxisnah zu bearbeiten.
Auch Prof. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der TH OWL und Vorstandsvorsitzender des RailCampus OWL e. V., betonte in seiner Begrüßung bei der Abschlussveranstaltung die Innovationskraft, die von Ideation Sprints wie der RailWeek OWL ausgeht.
Einen besonderen Dank richtete Prof. Witte an das Organisationsteam um Daniel Reinhart, Gero Brinkmann und Fabius Dulisch sowie den zahlreichen Expert*innen, die die Woche mit ihren Beiträgen bereichert haben.
Auch das Mindener Tageblatt begleitete die Veranstaltung journalistisch und berichtete über die Abschlusspräsentationen, nachzulesen unter folgendem Link:
https://www.mt.de/lokales/minden/Von-Spielbereich-bis-Fahrradlift-So-koennte-der-Waggon-der-Zukunft-aussehen-24339373.html





