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2020 im Klimawald Höxter – Durchstarten trotz Corona-Krise

Im Klimawald Höxter ist auch im Jahr 2020 viel passiert – trotz der Corona-Pandemie.

Hände planzen einen Keimling in die Erde und formen dabei ein Herz mit den Fingern

In 2020 haben sich viele Dinge anders entwickelt als vorgesehen und so wurde auch der Start für den Klimawald Höxter erschwert.

Die März-Pflanzung 2020 hat den Grundstein für den Klimawald Höxter gesetzt, bei dem zusammen mit dem Kooperationspartner, der Stadt Höxter, 4000 potentiell klimaresiliente Bäumen in den Boden gesetzt wurden. Dabei handelt es sich zum Teil um Gehölze, die nicht in Deutschland zuhause sind. Gepflanzt wurden die Arten: Abies alba (Weiß-Tanne), Cedrus libani (Libanon-Zeder), Pseudotsuga menzinesii (Douglasie), Quercus petraea (Traubeneiche), Sequoia sempervirens (Küstenmammutbaum), Seuoiadendron giganteum (Riesenmammutbaum), Tilia cordata (Winterlinde).  Teile der Fläche bleiben sich selbst überlassen, so genannte Sukzessionsflächen, auf denen sich der Wald sich eigenständig entwickeln kann. Neben dem Aspekt der CO2-Bindung aus der Atmosphäre sollen zudem mithilfe wissenschaftlicher Beobachtung zukünftig Rückschlüsse auf Klimaresilienz der ausgewählten Gehölze getroffen werden können.

Und weil es im Klimawald Höxter um den ganzen Lebenszyklus eines Baumes geht, gehört auch die Pflege zu den Projektarbeiten. Deshalb wurde im Sommer 2020 auch ermittelt ob andauernde Trockenzeiten zusätzliche Bewässerung erforderlich machen. Durch den Einsatz der Mitarbeiter der Stadt Höxter und der Studierenden, mit der Hilfe von Freischneidern und Sensen wurden dann die neuen Bäume freigelegt. Das Ziel der Pflegemaßnahme war es den gepflanzten Gehölzen mehr Raum zu geben, ein Überwachsen, zum Beispiel durch Brombeesträuche,  zu verhindern und eine bestmögliche Entwicklung zu ermöglichen.

In Vorbereitung auf die zweite Pflanzung im November 2020 wurde ein Wildschutzzaun in Zusammenarbeit mit der Stadt aufgebaut, der die Gehölze vor Verbiss durch Wildtiere schützt und eine Alternative für den Einsatz von Einzelschutz aus Kunststoff darstellt. Mit dem Ziel, Insekten und Vögeln einen Lebensraum zu bieten und die Biodiversität im Wald zu steigern wurden eine Artenauswahl getroffen, die dem Leitbild eines Traufwalds entspricht. Damit soll die Schaffung eines klimaresilienten Mischwaldes mit Aspekten der Biodiversität kombiniert werden. Gepflanzt wurden 200 Gehölze bestehend aus Acer campestre (Feldahorn), Malus sylvestris (Wildapfel), Prunus avium (Vogelkirsche) und Pyrus pyraster (Wildbirne). Die ausgewählten Baumarten sind wegen ihrer Vielfalt auch für Spaziergängerinnen und Spaziergänger attraktiv. Auf den Flächen wurden Wälle mit Totholz angelegt, das im Zuge der Flächenräumung der vorangegangenen Fichtenbestände angefallen ist. Diese bieten zusätzlichen Lebensraum für diverse Tierarten. Mit der November-Pflanzung wurde der Start für die neue Fläche, dem Klimawald 2.0, gemacht, der im April 2021 vervollständigt wurde.

Gut Ding braucht Wald!

Wer möchte kann den Klimawald Höxter auch gerne auf Instagram unter klimawald.hoexter oder auf Facebook unter Klimawald Höxter besuchen.