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Ausstellung „A KInd of Art - Künstliche Intelligenz trifft (Weser-)Renaissance- Ausstellung im Museum Schloss Brake

Die Ausstellung „A KInd of Art. Künstliche Intelligenz trifft (Weser-)Renaissance“ im Museum Schloss Brake in Lemgo zeigt, wie Künstliche Intelligenz und historische Kunst in einen kreativen Dialog treten.

Das Konzept von Alexander Mann und Jakob Wagner, Studierende im Fachbereich Medienproduktion an der TH OWL, untersuchte, wie sich archivierte Werke, die für eine dauerhafte Ausstellung zu empfindlich sind, mithilfe von KI neu interpretieren lassen. Die KI lernte mithilfe eines LoRA-Trainings den Stil der alten Meister aus der Renaissance und erschuf daraufhin Bilder, die es so nie gab, die aber denkbar gewesen wären – eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Das Werk von Robin Klein (Student Fachbereich Medienproduktion) vereint die Aspekte der Perspektive, optischen Täuschung und des Raumverständnisses, welche in der (Weser-)Renaissance relevant wurden mit Künstlicher Intelligenz. Ein gemalter Renaissance-Raum wird auf einen Bossenquader projiziert, wobei die perspektivischen Linien dem Quader folgen. Die Darstellung eines konkaven Raumes auf einem konvexen Körper führt zu einer spannenden Umkehrung der Perspektive – erweitert und transformiert durch KI.

Auch die von Tim Jaschke (Student Fachbereich Medienproduktion) eröffnete Perspektive „ungesehen sichtbar“ ist Teil dieser Auseinandersetzung. Die Arbeiten machen ungesehene Perspektiven der Renaissance Sichtbar, so wird zum Beispiel die „innere Welt“ eines typischen Kragens aus der Renaissance seitens der Künstlichen Intelligenz interpretiert. Ein weiteres Werk aus diesem Konzept zeigt ein hypothetisches Porträt des Ritters Georg von Holle, von welchem es keine Originalabbildung gibt.

Abgerundet wird die Ausstellung durch das interaktive Spiel „Baumeister der Weser-Renaissance“ von der Studentin Stella-Lynn Krysztofiak. Die Spielsteine wurden von der KI entworfen und im 3D-Druck gefertigt, inspiriert von den charakteristischen architektonischen Schmuckformen der Epoche wie Welschen Giebeln und Bossenquadern. So verbindet das Spiel historisches Design mit digitaler Kreativität und macht die Baukunst der Renaissance auf spielerische Weise erfahrbar.

Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Museum Schloss Brake unter der Betreuung von Prof. Anke Stache und wurde vom KreativInstitut OWL und dem Frauenhofer IOSB-INA unterstützt. Beteiligt waren die Studierenden Alexander Mann, Jakob Wagner, Robin Klein, Stella-Lynn Krysztofiak und Tim Jaschke.

Die Austellung ist bis zum 14. Dezember 2025 geöffnet. Die Ergebnisse der studentischen Arbeiten sind KI-generierte Skulpturen, ein interaktives Spiel sowie ein experimentelles räumliches Werk, die neue Perspektiven auf die Ästhetik der (Weser-)Renaissance eröffnen.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung auf der Webseite des (Weser-)Renaissance Museums.