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Intuitiv bedienbar: Digitaler Concierge macht Reisen angenehmer

Wie kann ein Assistenzsystem aussehen, das Menschen während ihrer Reise in autonomen Nahverkehrsmitteln so unterstützt, dass sie sich sicher, orientiert und selbstbestimmt bewegen können? Das Forschungsprojekt Concierge-System für inklusive Mobilität (CoSiMo) entwickelt dafür ein offenes, KI-gestütztes Assistenzsystem, das Reisende während ihrer gesamten Fahrt begleitet und die Interaktion zwischen Mensch, Fahrzeug und Infrastruktur vereinfacht. Im Mittelpunkt stehen dabei Inklusion, Datenschutz und digitale Souveränität.

Das Projekt wird am Institute for Design Strategies (IDS) der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe umgesetzt und verfolgt das Ziel, einen digitalen Concierge zu entwickeln, der Menschen bei ihrer Fahrt in autonomen Fahrzeugen unterstützt und dabei sicher, datenschutzkonform und barrierefrei mit Fahrzeugen, Infrastruktur und mobilen Geräten kommuniziert. Gleichzeitig soll ein offener europäischer Kommunikationsstandard entstehen, der unabhängig von großen internationalen Plattformanbietern funktioniert.

Ausgangspunkt des Projekts ist die zunehmende Bedeutung von KI-basierten Assistenzsystemen im Alltag. Bisher fehlen jedoch offene und sichere Lösungen, die solche Systeme direkt mit realen Geräten und Fahrzeugen verbinden. Zudem sind viele bestehende Angebote proprietär und nur eingeschränkt interoperabel. 

CoSiMo setzt hier an und entwickelt ein herstellerübergreifendes, dezentrales System, das Geräte über klar definierte Funktionen („Fähigkeiten“) miteinander verbindet und dabei nur die unbedingt notwendigen Daten verarbeitet. Als praktisches Anwendungsbeispiel dient das MONOCAB OWL, ein autonom fahrendes Einschienenfahrzeug für den öffentlichen Nahverkehr. 

Das MONOCAB OWL wird zum Reallabor, in dem das System getestet und weiterentwickelt wird. Der digitale Concierge begleitet die gesamte Reise: Er informiert, unterstützt bei der Bedienung, passt Licht oder Audio an und reagiert auf individuelle Bedürfnisse. Besonders profitieren sollen ältere Menschen, Kinder, Frauen, Menschen mit Einschränkungen oder Personen ohne eigenes Fahrzeug.

Neben der technischen Entwicklung steht die nutzerorientierte Gestaltung im Mittelpunkt. Das System wird so entwickelt, dass es einfach verständlich, intuitiv bedienbar und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich ist. Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität spielen dabei eine zentrale Rolle.

CoSiMo wird gemeinsam von der TH OWL, der Hochschule Rhein-Waal und der XignSys GmbH umgesetzt. Beteiligt sind Professor Hans Sachs und Professor Ulrich Nether.

Das Projekt läuft seit Anfang Februar dieses Jahres bis Ende Juni 2028 und wird von der Europäischen Union sowie vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen kofinanziert.