Symposium Connectors: Im Zeichen der E-Mobilität

Seit 2007 wird das Symposium Connectors alle zwei Jahre von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und dem Fachausschuss „Elektrische und optische Verbindungstechnik“ der VDE/VDI-Gesellschaft Mikroelektronik, Mikrosystem- und Feinwerktechnik (GMM) organisiert und behandelt aktuelle Themen der elektrischen und optischen Verbindungstechnik. In diesem Jahr fand das 8. Symposium Connectors vom 22. bis 24. März das erste Mal im virtuellen Raum statt. Sechzehn vielfältige Fachbeiträge boten viel Gesprächsstoff für einen regen wissenschaftlichen und technischen Austausch unter den Teilnehmenden.

Über 220 Teilnehmende aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz haben beim Online-Symposium zugeschaltet, wovon ein Großteil direkt aus Ostwestfalen-Lippe teilgenommen hat, darunter auch einige Alumni der TH OWL. Die Teilnehmenden vertraten sowohl renommierte Universitäten und Hochschulen als auch namhafte Firmen aus der Automobilbranche und der Industrieautomatisierung.

Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL, leitete das 8. Symposium Connectors in seiner Begrüßungsansprache mit einem passenden Zitat von Wilhelm von Humboldt ein: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Daran anschließend folgte zum Einstieg ein Tutorial zum Thema Normung von Wolfgang Niedziella, dem Geschäftsführer der VDE Gruppe.

Der Fokus des diesjährigen Symposiums lag auf Forschungsthemen rund um Steckverbinder in Kraftfahrzeugen. Besonders im Vordergrund standen hierbei Anforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung, dem autonomen Fahren und der E-Mobilität. Die Ladezeiten von elektrischen Fahrzeugen sollen beispielsweise immer weiter verkürzt werden, was zu höheren Ladungsströmen und dadurch thermischen Belastungen führt. Darüber hinaus werden Steckverbinder durch viele Steck-und Reibzyklen und beim Fahren durch Vibration und hohe Temperaturen belastet.

Die Key Note von Dr. Ralf Petri von der VDE führte dementsprechend in die Thematik der E-Mobilität ein. Zu Beginn der Entwicklung wurde die E-Mobilität vor dem Hintergrund vorangetrieben, dass fossile Brennstoffe irgendwann zu teuer werden würden. Heute hingegen beeinflusst der Trend der Nachhaltigkeit die weitere Entwicklung der E-Mobilität, bei dem vor allem CO2-Grenzwerte eingehalten werden sollen. Die Nachfrage nach E-Fahrzeugen steigt aktuell stark an, dadurch ergeben sich Herausforderungen im Bereich der Energiedichte und Kosten von Batterien, der Nachserienversorgung mit kompatiblen Batterien und der Netzintegrität.

Die hochkarätigen Fachvorträge widmeten sich den Themenschwerpunkten Simulation, Material und Oberfläche, Kontaktphysik und Analytik und Prüfung. Darunter waren auch drei Vorträge von Mitarbeitenden und Doktoranden aus dem Labor für Feinsystemtechnik der TH OWL unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Jian Song.