Professor Dr. Christian Jolk begrüßte am 21. Mai zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Praxis und internationaler Zusammenarbeit. Gemeinsam diskutierten sie aktuelle Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung sowie der Wasserwirtschaft in Vietnam.
Nach den Grußworten von Rolf Schulze, ehemaliger Deutscher Botschafter in der Sozialistischen Republik Vietnam und Erster Vorsitzender der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft, standen die Folgen des rasanten Städtewachstums im Mittelpunkt der Vorträge.
Die Referierenden beleuchteten unter anderem die Entwicklung der Region Ha Long vom Bergbau- zum Tourismusstandort, das Flusseinzugsgebietsmanagement in Vietnam sowie Hochwasserrisiken und Anpassungsmaßnahmen in Ho-Chi-Minh-Stadt (früher bekannt als Saigon). Zudem wurden die Potenziale von Geoinformationssystemen (GIS) und digitalen Technologien für nachhaltige Planungsprozesse vorgestellt.
Ein Höhepunkt des Abends war die Eröffnung der Fotoausstellung „Vietnams Städte im Wandel“ durch den Kurator Dr. Michael Waibel von der Universität Hildesheim. Die Ausstellung dokumentiert auf 13 großformatigen Postern die dynamischen Veränderungen vietnamesischer Städte. Historische Fotografien werden aktuellen Ansichten gegenübergestellt und machen die tiefgreifenden städtebaulichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen sichtbar. Gleichzeitig verdeutlichen die Bilder die Spannungsfelder zwischen wirtschaftlicher Dynamik, kultureller Identität und den Auswirkungen des Klimawandels.
Professor Jolk beschäftigt sich seit vielen Jahren in Forschungsprojekten mit der wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklung Vietnams. Im Fokus seiner Arbeit stehen insbesondere urbane und ländliche Freiräume sowie Fragen einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Juni im Gebäude 3 (Casino) auf dem Kreativ Campus Detmold zu sehen.
Die Wanderausstellung wird von der Deutsch-Vietnamesischen Gesellschaft e. V. sowie dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) gefördert.
