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Campus Kita in Lemgo eröffnet und mit Leben erfüllt

Neue Campus Kita auf dem Innovation Campus Lemgo feierte dieser Tage Eröffnung. Mehr als 50 Kinder freuen sich über die neue Spiel- und Lernstätte.

Alle Partner:innen des Projekts (Stiftung Eben-Ezer, Technische Hochschule OWL, Innovation-Campus Lemgo e.V., Amt für Jugend und Schule der Stadt Lemgo, TV Lemgo sowie das Lemgoer Architekturbüro BrandArchitekten) freuen sich, dass die inklusive und integrative Kindertagesstätte pünktlich zum neuen Kitajahr ihre Türen für die Kinder öffnen konnte. Der Bau ist wie geplant fertig geworden. Direkt zum 1. August startete das Kita-Team mit ersten organisatorischen Arbeiten und schon eine Woche später kamen die Kinder dazu. Diese werden hier werktags von 7 bis 17 Uhr betreut.

Auch sieben Kinder von Hochschulangehörigen der TH OWL spielen von nun an hier. „Die Kita ist für uns, der Hochschule als Arbeitgeberin, sehr bedeutend, da Mitarbeitende in der Nähe ihrer Arbeitsstätte ihre Kinder betreuen lassen können“, sagt Nicole Soltwedel (Kanzlerin der TH OWL). Die Campus Kita steigert auch die Attraktivität der Technischen Hochschule OWL als Studienort für Studierende mit Kind. Mit gleich zwei Kitas in unmittelbarer Nachbarschaft haben Beschäftigte und Studierende den Vorteil einer guten Betreuungs-Infrastruktur.

Die 53 Kinder sind auf drei Gruppen verteilt. In der orangen Gruppe werden zehn Kinder von null bis drei Jahren betreut. Das derzeit jüngste Kind ist 10 Monate. „Für uns Erzieher:innen war es ein Abenteuer und ein Sprung ins kalte Wasser, sich für eine Kita zu bewerben, die es noch nicht gab. Aber der Sprung war richtig gut. Es ist eine super schöne Atmosphäre hier zu arbeiten“, sagt Luica Langstädter (Gruppenleitung orange Gruppe). In der blauen Gruppe werden 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut, in der gelben 23 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Neben den Gruppenräumen gibt es auf den 680 Quadratmetern noch drei Schlafräume, Sanitärräume, einen Differenzierungsraum (für Förderangebote, beispielsweise Logopädie), eine Küche und einen Mehrzweckraum, der auch als Turnhalle dient. Das große Außengelände wurde von den Eltern mitgeplant und in einer Gemeinschaftsaktion umgesetzt. Mit Tipi-Wald, vielen Kletter-, Versteck-, und Spielmöglichkeiten bietet der Außenbereich viel Raum zur Entfaltung.

Das elfköpfige Team um Kita-Leiterin Daria Rathnau zeigte sich begeistert von dem neuen, innovativen Bau und dem besonderen pädagogischen Konzept. Daria Rathnau lobte das Team, hob das wertschätzende Arbeiten zwischen Kolleg:innen, Eltern und Kindern hervor und war begeistert davon, wie gut die Eingewöhnung von gleich 53 neuen Kindern gelungen ist.

Die Schwerpunkte neben Inklusion und Partizipation sind vor allem Digitalisierung und nachhaltige Bildung. In der Medienarbeit wird an die Erfahrungen der Kinder aus ihrem Alltag angeknüpft und diese erweitert. Es wird eine bildungsverstärkte und kreative Nutzung gefördert. Beispielsweise verfügt jede Gruppe über ein Tablet, mit dem die Kinder selbstständig Fotos machen und hochladen können. Es gibt eine Eltern-App, über die die Erzieher:innen mit den Eltern in Austausch kommen.

Hochschulpräsident Professor Dr. Jürgen Krahl drückte in seinen persönlichen Worten an die Kita seine Freude darüber aus, dass dieses großartige Projekt auf dem Innovation Campus Lemgo realisiert werden konnte. „Analoge Kinder in einer digitalen Welt, da geht mir das Herz auf“, so Professor Krahl.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein wird nicht nur durch den Bau an sich unterstützt, sondern auch in den pädagogischen Alltag mit eingebaut. Beispielsweise sollen künftig auch eigene Hochbeete mit den Kindern angelegt und die Ernte zusammen verarbeitet werden.

Markus Baier, Bürgermeister der Stadt Lemgo, lobte die Stiftung Eben Ezer und das Team, dass sie den innovativen Weg gehen und die, auch für die gesamte Stadt Lemgo bedeutenden Punkte Bildung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung in ihr Konzept aufgenommen haben. Der Innovation Campus Lemgo sei genau der richtige Standort, um diese Aspekte in der frühkindlichen Bildung mit aufzugreifen.

In den Bau sind auch einige Ideen der Studierenden des Fachbereichs Architektur- und Innenarchitektur der TH OWL mit eingeflossen. Charakteristisch für den Neubau sind die vielen Holzelemente, es gibt zudem eine Photovoltaikanlage, die den gesamten Bedarf der Kita deckt und sogar noch etwas Energie an das öffentliche Netz abgeben kann. Das Dach ist bepflanzt und auch die Fassade wird in den nächsten Wochen eine Begrünung erhalten.