Das besondere Format kombinierte einen virtuellen Auftakt vom 16. bis 19. März mit einer anschließenden Präsenzphase vom 23. bis 27. März an verschiedenen europäischen Partnerhochschulen. Insgesamt 24 Studierende der Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften sowie Produktion und Technik der TH OWL nahmen an internationalen Workshops in Litauen, Frankreich, Österreich, der Slowakei und den Niederlanden teil. Dank Erasmus+-Förderung wurden sowohl Reisekosten als auch organisatorische Aufwände unterstützt.
Gleichzeitig war die TH OWL Gastgeberin für internationale Studierende. Professorin Dr. Sholpan Gaisina aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften betreute ein interkulturelles Logistikprojekt mit Teilnehmenden aus Frankreich, der Slowakei, der Ukraine und Südkorea. Im Fokus standen interkulturelle Kommunikations- und Verhandlungsstrategien entlang globaler Lieferketten. Anhand eines realen Fallbeispiels aus der Lebensmittel- und Getränkebranche analysierten die Studierenden gemeinsam, wie kulturelle Unterschiede Produktions- und Logistikprozesse beeinflussen. Ergänzt wurde das Programm durch Unternehmensbesuche, Gastvorträge sowie kulturelle Aktivitäten in Detmold.
„In einigen Gebäuden hatte ich das Gefühl, auf einem Campus der Zukunft zu sein“, berichtete Dadi Abderrahim von der University of Lorraine. Auch Alexandra Hradnanska zeigte sich beeindruckt: „Die modernen Labore bieten ideale Voraussetzungen, um schon während des Studiums praxisnah zu lernen.“
Im Fachbereich Produktion und Technik vermittelten Professor Dr. Sven Hinrichsen und Benjamin Adrian Studierenden aus Finnland, Lettland und den Niederlanden praxisnah die Six-Sigma-Methode zur Prozessoptimierung. Im Rahmen eines sogenannten Yellow-Belt-Trainings arbeiteten die Teilnehmenden in Projektgruppen an der Optimierung eines konkreten Prozesses und lernten dabei, den DMAIC-Zyklus anzuwenden. Neben theoretischen Grundlagen standen insbesondere praktische Anwendungen sowie Einblicke in Labore und Forschungseinrichtungen am Campus Lemgo im Mittelpunkt. Ein Stadtrundgang sowie eine Besichtigung des Unternehmens Isringhausen rundeten das Programm ab.
Die internationalen Gäste zeigten sich begeistert von den Studienbedingungen vor Ort. „Die Smart Factory und die gut ausgestatteten Labore haben mich besonders beeindruckt“, sagte Antte Lehikoinen aus Finnland. Auch Katrina Austrina aus Lettland hob die moderne Infrastruktur und die gute Erreichbarkeit auf dem Campus hervor.
Auch die Studierenden der TH OWL, die im Rahmen der Carousel Week an Partnerhochschulen teilgenommen hatten, zogen ein positives Fazit. „Ich kann den Kurzaustausch im Rahmen der International Carousel Week jedem Studierenden empfehlen, der internationale Luft schnuppern, sein Englisch anwenden und ein spannendes Projekt in einem multikulturellen Team umsetzen möchte“, sagte Chris Fuhrmann, Bachelorstudent im Wirtschaftsingenieurwesen, der an der Windesheim University in den Niederlanden teilgenommen hatte.
Jasmin Siemann, Studentin im Studiengang Logistikmanagement, die an der VilniusTech in Litauen zu Gast gewesen war, ergänzte: „Abschließend kann ich sagen, dass meine Teilnahme an der International Carousel Week eine wirklich tolle Erfahrung war. Der Austausch mit den anderen Studenten aus verschiedenen Ländern ist eine echte Bereicherung. Die Gruppenarbeit hilft dazu sich besser mit ihnen auszutauschen und kennen zu lernen. Die gute Organisation seitens der Universität und die vielen verschiedenen Programmpunkte haben die Woche zu einer intensiven, aber auch sehr interessanten Veranstaltung gemacht.“
Die International Carousel Week verdeutlichte einmal mehr die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in Studium und Lehre an der TH OWL. Sie ermöglichte Studierenden, interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln, internationale Netzwerke aufzubauen und praxisnahe Erfahrungen in einem globalen Kontext zu sammeln.






