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Detmold Summer Academy bietet Raum für internationalen Austausch

Fünf Studierende des College of Design, Construction and Planning der University of Florida (USA) waren kürzlich zur Detmold Summer Academy 2024 am Fachbereich Bauingenieurwesen zu Besuch. Professor Dr. Jörg Felmeden, Fachgebietsleiter Siedlungswasserwirtschaft und Auslandskoordinator des Fachbereichs, begrüßte die jungen Studierenden herzlich auf dem Kreativ Campus.

Die Summer Academy kehrte im Mai an den Fachbereich Bauingenieurwesen der TH OWL in Detmold zurück, wo fünf Studierende der University of Florida die Gelegenheit hatten, an Workshops und Exkursionen des Fachbereichs teilzunehmen und andere kulturelle und berufliche Veranstaltungen in Deutschland zu erkunden.

Nach der Begrüßung durch Professor Dr. Jörg Felmeden präsentierte Maryse Niemeier das International Office und die vielfältigen Möglichkeiten für internationale Studierende an der TH OWL und die Chancen für die amerikanischen Gäste, ihre Karriere in Deutschland fortzusetzen. Dem gemeinsamen Mittagessen folgte eine Tour über den gesamten Kreativ Campus geführt von Studierenden der Fachschaft des Fachbereichs Bauingenieurwesen (Josefine Gerwin, Henry Flint, Hagen Thenhausen und Sven Köster). Den Abschluss des Tages bildete ein Stadtrundgang.

In der ersten Woche waren die fünf Studierenden auf dem Kreativ Campus zu Gast, wo sie an mehreren Workshops teilnahmen, darunter ein Workshop zum Thema „Digital Service Engineering“ von Professor Dr. Thomas Wittkop und ein Workshop im Digital Construction Lab von Professor Dr. Nikolai Gerzen. Damit unsere Gäste von der University of Florida aber auch eine herzliche Detmolder Gastfreundschaft erfahren konnten, unternahmen Studierende des Fachbereichs Bauingenieurwesen (Marcel Gerwens und Finn Thie) mit ihnen eine Wanderung zum Hermannsdenkmal und verbrachten mit weiteren Studierenden gemeinsame Abende.

In der zweiten Woche besuchten die amerikanischen Studierenden zusammen mit dem Team der Fachgebiete Siedlungswasserwirtschaft sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft und 17 Studierenden vom Fachbereich Bauingenieurwesen der TH OWL die IFAT in München. Die IFAT ist die weltweit führende Messe mit internationalem Fachprogramm für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.

Neben dem Programm auf der Messe war die Gruppe auf mehreren Exkursionen in der Stadt München unterwegs. Im Schloss Nymphenburg informierten sich die Studierenden unter der Leitung von Dr. Edith Schmidmaier-Kathke über die Geschichte des Schlosses, des weitläufigen Nymphenburger Parks und der technischen Entwicklungen in der Wasserversorgung und -bewirtschaftung. Anschließend unternahm die Gruppe eine themenbezogene Wanderung entlang der Isar, bei der Robert Harfmann vom Wasserwirtschaftsamt München einen Einblick in die Strategien und Umsetzungen zur Renaturierung der Isar gab. Zum Abschluss der Exkursionswoche begleitete die Stadtführerin Petra Wucher die Gruppe durch die Innenstadt und erläuterte aktuelle städteplanerische Projekte und stellte den Bezug zu wasserwirtschaftlichen Themen her.

Highlights der dritten und letzten Woche in Detmold waren die Teilnahme an einem „Fire Engineering Workshop“, der von Professor Dr. Dirk Hollmann geleitet wurde, das Labor zu Building Information Modelling (BIM) von Professor Nikolai Gerzen und eine Exkursion nach Hamburg. Hier hatten die Studierende die Möglichkeit, die internationale Ausstellung „Water Pressure“ im Museum für Kunst und Gewerbe zu besuchen, durch den historischen Elbtunnel zu gehen und an einer sehr informativen Stadtführung über städtebauliche, technische und architektonische Lösungen für den Hochwasserschutz Hamburgs teilzunehmen.

Zudem durften die fünf jungen Studierenden einen Tag lang den Innovation Campus Lemgo kennenlernen. Dort besuchten sie die Sternwarte und genossen den Ausblick über ganz Lemgo. Das Museum Junkerhaus war ebenfalls ein sehenswerter Besichtigungspunkt. Beim Abschiedsessen in der Brauerei Strate wird zwischen Bier und anregenden Konversationen etwas deutlich: Programme wie die Summer Academy bringen junge Studierende zusammen, damit sie wichtige akademische und soziale Erfahrungen machen. Diese transformativen Erfahrungen fördern den Wissensaustausch und das interkulturelle Bewusstsein und ermöglichen es den Studierenden, lebenslange Netzwerke von Gleichaltrigen aufzubauen.

Der Fachbereich Bauingenieurwesen dankt allen Professor:innen, Mitarbeitende und Studierenden, die zur Realisierung des diesjährigen Programms beigetragen haben, insbesondere Sandra Bomholt vom Fachbereich Detmolder Schule für Gestaltung, die sich maßgeblich um die organisatorische und finanzielle Abwicklung kümmert.

Diese bereichernde internationale Zusammenarbeit wurde in diesem Jahr koordiniert von Professor Robert J. Ries von der M.E. Rinker, Sr. School of Construction Management an der University of Florida, und Prof. Jörg Felmeden von der TH OWL, Fachbereich Bauingenieurwesen, Campus Detmold. Die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen besteht bereits seit 1999 und wird seither mit finanzieller Unterstützung des International Study Abroad Program (ISAP) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert. Jährlich können bis zu fünf TH-OWL-Studierende für ein Semester an der Partnerhochschule in Florida studieren, ohne sich finanzielle Sorgen machen zu müssen.

Bis zum Jahr 2010 betreute Dr. Andrea Koßlowski-Klee für den Fachbereich Bauingenieurwesen das Austauschprogramm. Danach übernahm Professorin Dr. Uta Pottgiesser vom Fachbereich Detmolder Schule für Gestaltung (heutige Vizepräsidentin für Kultur, Kommunikation und Internationales) die Koordination. Nun gibt es unter Koordination von Professorin Mary-Anne Kyriakou und Professor Jörg Felmeden gleich zwei Gemeinschaftsprojekte im Fachbereich Detmolder Schule für Gestaltung und im Fachbereich Bauingenieurwesen. Denn zurzeit besuchen zehn weitere Studierende vom College of Design, Construction and Planning der University of Florida mit dem Schwerpunkt Innenarchitektur und Design den Fachbereich Detmolder Schule für Gestaltung und lernen den Kreativ Campus Detmold kennen.