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Digitale Transformation: Von der Problemstellung bis zur Implementierung im Fabrikalltag

Ende April wurde die Future Food Factory OWL zum Knotenpunkt für europäische Lebensmittel-Innovationen: Beim fünften Study Visit des Projekts SIXFOLD vertieften Fachleute aus fünf Ländern drei Tage lang Konzepte zur digitalen Transformation und die Vernetzung europäischer Forschungslandschaften.

Als zentraler Impulsgeber innerhalb des Netzwerks „Smart Sensors 4 Agri-Food“ (SS4AF) verfolgt das Projekt „Smart Industry eXperimentation For fOod process Digitalization“ (SIXFOLD) das Ziel, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Weg in die Industrie 4.0 zu ebnen. Der Besuch in Lemgo markierte dabei den Abschluss einer Reise, die die Partner zuvor bereits durch Belgien, Spanien, Finnland und Litauen geführt hatte. 

Während an diesen Stationen Prototypen für das Datenmanagement, digitale Zwillinge, Foodinnovationen sowie Investitionsroadmaps entstanden sind, lag der Fokus in Lemgo nun darauf, diese Ergebnisse zu vertiefen und in einem übergreifenden Rahmen zu bündeln. 

Zentrale Themen waren dabei der Aufbau eines starken „Meta Living Lab“-Netzwerks sowie die Etablierung von „Digitalization as a Service“. In den Workshops erarbeiteten die Fachleute einen fünfstufigen Pfad, der Unternehmen von der ersten Problemstellung bis zur finalen Implementierung im Fabrikalltag begleitet. 

„Unternehmen kommen oft mit operativen Herausforderungen zu uns, nicht mit expliziten Digitalisierungswünschen. Unser Ziel ist es, durch Living Labs konkrete Mehrwerte und den Return on Investment (ROI) aufzuzeigen“, betonten die Projektbeteiligten. 

Ergänzt wird dieser Ansatz durch das Konzept des „Meta Living Labs“, das regionale Innovationszentren zu einem schlagkräftigen europäischen Ökosystem verknüpft und gemeinsame Synergien schafft. 

Über die strategische Arbeit hinaus bot das Programm den internationalen Gästen aus Finnland, Litauen, Spanien und Belgien tiefe Einblicke in die Infrastruktur am Innovation Campus Lemgo. Neben Besichtigungen der SmartFactoryOWL und der Future Food Factory OWL stand eine Exkursion zur Hannover Messe auf der Agenda, um dort aktuelle Trends in der Automatisierung, KI und Robotik live zu erleben. 

Zurück in Lemgo gab es Einblicke in die Start-up-Förderung der Campus Foundery OWL sowie in das Projekt TRiNNOVATION OWL, das beispielhaft zeigt, wie der Transfer von der Forschung in die wirtschaftliche Praxis konkret gelingt. 

Abgerundet wurde das Programm durch Fachführungen durch die verschiedenen Labore der Hochschule, bei denen die Teilnehmer Verfahren der Getränke-, Back- und Süßwarentechnologie sowie die Technologie proteinbasierter Lebensmittel kennenlernten.

Mit den Impulsen aus Lemgo steuert das Projekt nun auf die Abschlusskonferenz am 22. und 23. September im niederländischen Helmond zu. Bei dem Event werden rund 60 Akteur:innen aus Wirtschaft, Forschung und Politik erwartet. Neben einem Rahmenprogramm werden dort die Projektergebnisse präsentiert und die Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit im europäischen Meta Living Lab gestellt.