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Erfolgreiche Fachtagung zur Digitalisierung von Prozessen mittels Low-Code-Plattformen

Im Zusammenhang mit dem it´s OWL-Forschungsprojekt „Pro-LowCode“ fand am 8. Juni 2022 eine Fachtagung zur Digitalisierung von Prozessen mittels Low-Code-Plattformen an der TH OWL statt. Professor Sven Hinrichsen (Labor für Industrial Engineering der TH OWL), Dr. Stefan Sauer (SICP der Universität Paderborn) und Dr. Klaus Schröder (S&N Invent) begrüßten rund 80 Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie.

Unternehmen sind zunehmend auf betriebsspezifische Softwareanwendungen angewiesen. Die Programmierung dieser Anwendungen erfolgt bisher in der Regel über IT-Fachleute, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. In der Folge bleiben viele Stellen in Betrieben unbesetzt, so dass die Programmierung selbst einfacher Anwendungen zumeist lange dauert und mit hohen Kosten verbunden ist. Eine Alternative besteht darin, dass die Beschäftigten aus Fachabteilungen auf einfache und schnelle Weise die in ihren Abteilungen benötigten Programme mittels einer Low-Code-Plattform selbst erstellen und somit ihre Arbeitsprozesse selbstständig digitalisieren.

In neun Fachvorträgen wurden den Teilnehmenden der Tagung vor allem erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Pro-LowCode“ vorgestellt. Das Tagungsprogramm gliederte sich in vier Teile. In einem ersten Teil lag der Schwerpunkt auf methodischen Fragestellungen. So wurde in den einführenden Vorträgen etwa den Fragen nachgegangen, wie Low-Code-Plattformen aufgebaut sind, wie Betriebe die passende Low-Code-Plattform auswählen und wie bei der Programmierung einer Low-Code-App vorzugehen ist. In einem zweiten Teil der Veranstaltung waren Vertretende von Plattformanbietern (fabbrain Software und Intrexx) zu Gast, die jeweils die besonderen Merkmale ihrer Lösung präsentierten. Im dritten Teil der Fachtagung standen Erfahrungsberichte der Anwendungspartner Denios, Isringhausen und Homag auf dem Programm. So präsentierte Michael Rohrig (Isringhausen) eine komplexe App, über die standortübergreifende Verlagerungsanträge abgewickelt werden können. Udo Roth (Denios) zeigte anhand von anschaulichen Beispielen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Prozessdigitalisierung mittels der Low-Code-Plattform Intrexx auf. Benjamin Adrian (TH OWL) und Ernst Voß (Werkleiter HOMAG Kantentechnik) erläuterten eine App zur informatorischen Unterstützung der Beschäftigten bei komplexen Montageaufgaben und gingen dabei auch auf Erfolgsfaktoren der Low-Code-Programmierung ein. Das abschließende Get together bildete den vierten Teil der Tagung und diente dem Austausch der Teilnehmenden und Vortragenden untereinander.

Aufgrund der positiven Resonanz waren sich alle Projektbeteiligten einig, dass im Rahmen des Forschungsprojektes Pro-LowCode Anfang nächsten Jahres eine weitere Fachtagung zum Thema Low-Code-Programmierung geplant werden solle.

Das Forschungsprojekt „Entwicklung und Umsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes zur Digitalisierung von Prozessen in Industriebetrieben mittels Low-Code-Software“ (Pro-LowCode, Förderkennzeichen 005-2011-0021) wird im Rahmen des Spitzenclusters it's OWL durch Landesmittel des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert und vom Projektträger Jülich (PTJ) betreut. Projektleiter des Verbundprojektes ist Professor Dr.-Ing. Sven Hinrichsen. Am Projekt beteiligt sind neben dem Labor für Industrial Engineering der TH OWL als Konsortialführer der Software Innovation Campus Paderborn (SICP) der Universität Paderborn, die S&N Invent GmbH als Umsetzungspartner, die Unternehmen HOMAG Kantentechnik GmbH und DENIOS AG als geförderte betriebliche Projektpartner sowie die assoziierten Partner BaSys – Bartels Systembeschläge GmbH und ISRINGHAUSEN GmbH & Co. KG.