Professor Dr. habil. Andreas Welling, der den Studiengang mit einer vollkommen neuen Lehrkonzeption aufgebaut hat, erinnerte während der Festveranstaltung im Ciitrus daran, dass sich die 43 ersten Studierenden dieses Studiengangs des Instituts für Wissenschaftsdialog, gleich mit zwei Unbekannten konfrontiert sahen. „Gleich zu Beginn kam Corona, damit war der Studiengang quasi ein Fernstudium, und es war der erste Durchlauf, auch für uns als Dozenten war alles vollkommen neu.“ Dennoch sei von Anfang an trotz der „Online-Kacheln“ während der Vorlesungen gleich ein Gruppengefühl spürbar gewesen. Statt gegen eine schwarze Wand zu reden, wie es oft bei Vorlesungen der Fall sei, hätten sich immer alle gezeigt und vor allem immer wieder Rückfragen gestellt. „Diese Dynamik des gemeinsamen Ausprobierens und Improvisierens hat diesen Studiengang ausgemacht“, so Welling. Er hoffe, dass dennoch alle etwas gelernt hätten, ganz gleich, ob die Absolventen nun als selbstständige Gründer, in Unternehmen oder ganz privat weitermachten.
Das Besondere an dem Konzept des Studiums besteht darin, dass die Studierenden quasi direkt entlang ihrer eigenen Gründungsidee studieren. Das Erlernte kann so sofort in die Praxis umgesetzt werden. Wegen des Praxisbezuges und der modernen Lehrkonzeption mit einem hohen Anteil an Online-Veranstaltungen ist das Studium auch bei ausländischen Studierenden beliebt. Im ersten Masterstudiengang lag der Anteil bei rund 55, im aktuellen liegt er bei mehr als 80 Prozent.
Das Studium befähigt die Absolventinnen und Absolventen, Innovation und Veränderungen mit modernen Methoden des Aufbau- und Changemanagements anzugehen und zu begleiten. Praktiker aus der regionalen Wirtschaft erweitern die Kenntnisse der Studierenden vor allem im Bereich Produkt- und Geschäftsfeldentwicklung. Entscheidend ist dabei, dass die Studierenden von Anfang an in Teams arbeiten. Wer keine eigene Geschäftsidee mitbringt, kann sich aber auch an Projekten der TH OWL oder regionaler Betriebe beteiligen.
