Erstmals in der Geschichte des renommierten Preises wurde damit ein Forschungsprojekt geehrt, das sich gezielt mit dem Thema Licht und Inklusion auseinandersetzt. Die Jury des Deutschen Lichtdesign Preises betonte, das Projekt gehe weit über funktionale Anforderungen hinaus und mache Teilhabe im Museum konkret erfahrbar. Es setze ein wichtiges Signal für mehr Forschung, Dialog und inklusive Gestaltung im Bereich Lichtdesign.
Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem IDS in Detmold, Buro Happold, der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund sowie den Industriepartnern Zumtobel Lighting, Sentistic und SOUR. Besonders bemerkenswert: Die gesamte Projektarbeit wurde ohne externe Forschungsförderung realisiert – getragen allein durch das hohe Engagement der Beteiligten sowie die enge Verzahnung von Lehre und Forschung an der TH OWL – Detmolder Schule für Gestaltung.
In einem Zeitraum von über einem Jahr untersuchte das Team, wie gezielte Lichtplanung die Orientierung und das räumliche Erleben in Ausstellungen verbessern kann. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem 360°-Fotografie, HDR-Bildgebung, Leuchtdichte- und Beleuchtungsstärkemessungen sowie Falschfarbenanalysen. Die Ergebnisse zeigen, dass ausgewogene Kontraste, reduzierte Blendung und strategisch platzierte Lichtquellen wesentlich zur Barrierefreiheit und visuellen Entlastung beitragen – sowohl für sehbehinderte Personen als auch für Menschen mit neurodiversen Wahrnehmungsweisen.
Ein besonderer Dank gilt den beteiligten Studierenden der Innenarchitektur an der Detmolder Schule für Gestaltung:
Anna Schnaus, Lisa Brockmann, Pauline Willing, Rebecca Schnitzler, Tabea Schwierz und Victoria Dicke. Ebenso danken wir den Projektverantwortlichen Prof. Ulrich Nether und Kristina Herrmann (IDS – TH OWL), Bernd Holtwick und Luisa Kern (DASA), sowie Paula Longato (Buro Happold), die das Projekt mit viel Engagement leitete und zur Preisvergabe einreichte.
„Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung menschenzentrierter, forschungsbasierter Ansätze in der Lichtplanung,“ so das Projektteam. „Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte hin zu inklusiveren Ausstellungen, Museen und öffentlichen Räumen.“
Weitere Infos zum Deutschen Lichtdesign-Preis:
www.lichtdesign-preis.de/projekt/forschung-lighting-inclusion-dasa-dortmund
Zur Publikation der Forschungsstudie:
www.yumpu.com/de/document/view/70400425/was-wir-sehen-inclusive-lighting


