Camini promoviert zum Thema Governance in räumlichen Planungsprozessen, mit einem besonderen Fokus auf Erneuerbare Energien. Während seines Aufenthalts untersuchte er mittels Fallbeispielanalysen, Politikreviews, die Auswertung von Planungsdokumenten und Experteninterviews wie Governance-Prozesse in der Umweltprüfung in Deutschland und Portugal institutionell und prozedural verankert sind.
Ziel ist es, übertragbare Good-Practice-Ansätze zu identifizieren und daraus Empfehlungen für die Weiterentwicklung des brasilianischen Umweltgenehmigungsverfahrens abzuleiten. Der enge Austausch mit Forschungsgruppen der TH OWL – insbesondere aus dem Bereich Landschaftsplanung – bringt dabei wertvolle Expertise und Erfahrungen aus der Region ein.
Erkenntnisse aus OWL für die brasilianische Umweltpolitik
Nach dem halbjährigen Forschungsaufenthalt in Europa sollen ein Bewertungsansatz sowie konkrete Handlungsempfehlungen für die brasilianische Umweltpolitik abgeleitet werden. Diese sollen das Genehmigungsverfahren transparenter, effizienter und partizipativer gestalten.
„Der internationale Vergleich hilft uns, Schwachstellen im eigenen System zu erkennen und gezielt zu verbessern“, betont Nino Camini. Die Ergebnisse des Forschungsaufenthalts sollen zudem in einem internationalen Fachjournal publiziert werden.
Der Aufenthalt ist Teil einer Zusammenarbeit zwischen dem Fachgebiet Landschaftsplanung, Landschaftsökologie und Naturschutz der TH OWL, dem Forschungszentrum für Raum, Verkehr und Umwelt (CiTUA) an der Technischen Universität Lissabon in Portugal, dem Institut für Geowissenschaften der Bundesuniversität von Minas Gerais in Brasilien (UFMG) sowie der brasilianischen Bundesumweltbehörde.

