Der Kreis Lippe und die Technische Hochschule (TH) OWL möchten ihre Partnerschaft im Zukunftszentrum Gesundheit Lippe – kurz ZZGL - weiter ausbauen. Das haben Landrat Meinolf Haase und Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL, bei einem gemeinsamen Treffen auf dem Innovation Campus in Lemgo vereinbart.
Bereits im Jahr 2022 hatten der Kreis Lippe, die Gesundheit Lippe GmbH, die Lippe Bildung eG sowie die TH OWL einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und das ZZGL gegründet. Ziel war und ist es, die Bereiche Gesundheit, Medizin und Technologie stärker miteinander zu verknüpfen. Nun soll diese Kooperation weiter vertieft und vorangetrieben werden. Darauf haben sich Haase, Professor Dr. Krahl sowie Sabine Beine, Verwaltungsvorständin des Kreises Lippe, Dr. Kerstin Ahaus, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Lippe, Professor. Dr. Volker Lohweg, inIT - Institut für industrielle Informationstechnik der TH OWL, und Professor Dr. Gerd Kutz, Fachbereich Life Science Technologies, verständigt.
Besonders im Fokus stehen dabei neue Methoden der Diagnostik und Therapie sowie innovative Unterstützungssysteme in der Pflege. Konkret soll das ZZGL beispielsweise die Weiterentwicklung und Erprobung telemedizinischer Angebote in regionalen Gesundheitszentren in Angriff nehmen.
Die TH OWL setzt schon seit 2015 einen Schwerpunkt auf Medizin- und Gesundheitstechnologien in Lehre und Forschung. Dazu zählen Studiengänge wie „Medizin- und Gesundheitstechnologie“, „Pharmatechnik“, „Industrielle Biotechnologie“ und „Smart Health Sciences“, die Fachrichtungen wie Mikrobiologie, Biotechnologie, Industrieinformatik, künstliche Intelligenz und bildgebende Verfahren miteinander verbinden.
„Das ZZGL zahlt auf eine Reihe unserer Studienangebote ein, wie etwa MGT, Pharmatechnik oder Data Science. Damit besteht auch eine belastbare Schnittstelle zu unserem neuen Fachbereich Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit“, hebt Professor Krahl hervor.
Mit seinem Besuch an der TH OWL kurz nach Amtsantritt unterstreiche Landrat Haase die hohe Bedeutung, die er der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Gesundheitswesen beimesse. Sein früher Austausch mit der Hochschule stehe beispielhaft für das gemeinsame Ziel, Bildung, Forschung und Gesundheitsversorgung in der Region noch enger miteinander zu verzahnen.
„Die Gesundheitsregion Lippe mit starken Partnern weiterzuentwickeln, um für die Menschen in Lippe eine wohnortnahe, optimale Versorgung zu erreichen, ist mir ein zentrales Anliegen. Die Entwicklungen in Medizin und Pflege schreiten rasant voran. Um Chancen, die sich aus diesen Veränderungen ergeben, gut vor Ort in Lippe nutzen zu können, bedarf es der wissenschaftlichen Expertise ‚unserer TH OWL‘. Gemeinsam mit weiteren Experten wird es dann gelingen, die vor uns liegenden Herausforderungen professionell und bestmöglich anzupacken“, sagt Landrat Haase.
Professor Krahl: „Der frühe Besuch des neuen Landrats ist eine Ehre für uns. Wir wollen das ZZGL in absehbarer Zeit gemeinsam gründen. Landrat Haase und ich haben bei diesem Treffen gemeinsam beraten, welche konkreten Schritte wir in der nächsten Zeit gehen wollen. Es sind eine Reihe von weiteren Treffen vereinbart, zu denen auch weitere Partner eingeladen werden sollen.“
