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KIAAA – Ein KI Assistent zur Ausbildung in der Automation

Im Forschungsprojekt KIAAA entwickelt die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und der Technischen Akademie Esslingen (TAE) einen KI-Assistenten, der junge Lernende bei der Ausbildung im Bereich der Automation unterstützt.

Das Forschungsprojekt KIAAA widmet sich unter der Gesamtkoordination der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) der KI-unterstützten beruflichen und akademischen Ausbildung im Bereich der Automation. Automation war und ist ein wesentlicher Treiber von Technologiesprüngen in der Industrie. Allerdings stellt die stetig zunehmende Interdisziplinarität in der Automation eine große Herausforderung für die Ausbildung dar: Auszubildende brauchen Kenntnisse in der Informationstechnik, der Programmierung und der Elektrotechnik ebenso wie in der Prozess- und Fertigungstechnik. Diese Herausforderungen steigen insbesondere in heterogenen Ausbildungsgruppen, da eine individuell angepasste Beurteilung von Lernergebnissen nur mit hohem Personalaufwand möglich ist.

Prof. Dr. Andreas Deuter aus dem Fachbereich Produktions- und Holztechnik: „Im Projekt KIAAA erstellen wir eine Schulungs- und Ausbildungssoftware, die der Heterogenität von Lerngruppen begegnet, indem sie Lernende aktiv durch individualisiertes und unmittelbares Feedback unterstützt.“ Grundlage dafür ist eine adaptive Simulation typischer Produktionsprozesse und Automationssysteme. Mittels Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellen Lernens (ML) analysiert ein Trainer-Agent den Kenntnisstand der Lernenden und entwickelt eine Abfolge von Lernszenarien, die adaptiv dem Kenntnisstand des Lernenden angepasst werden. Darüber hinaus können Lernende in einer Kollaborationsumgebung auch von anderen Lernenden profitieren, indem sie Lösungen und Wissen untereinander austauschen.

Unter der Leitung von Professor Andreas Deuter verantwortet die TH OWL die Auswahl von Anwendungsfällen in der akademischen Lehre, insbesondere der Programmierung, die Gestaltung der Softwarearchitektur der Ausbildungssoftware sowie die Entwicklung einer intuitiv-bedienbaren Lernumgebung und einer KI-basierten Auswertung von Lernergebnissen. Außerdem widmet sich die TH OWL unter der Leitung von Prof. Dr. Josef Löffl (Institutsleiter des IWD) ethischen Fragestellungen, die durch den Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz in der Ausbildung zu klären sind.

KIAAA ist ein Verbundprojekt der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), der Technischen Akademie Esslingen (TAE) und der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) im Rahmen der Förderrichtlinie „Forschung zur digitalen Hochschulbildung - Innovationen in der Hochschulbildung durch Künstliche Intelligenz und Big Data“ des BMBF.

Das Forschungsprojekt KIAAA wird mit einem Betrag von 1,12 Mio. Euro vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, von denen die TH OWL ca. 600.000 € erhält. Die Laufzeit beträgt 3 Jahre.