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Kick-Off: DFG-Projekt ‚AMUSE‘ startet mit dem Ziel der kostengünstigeren Sensorsystementwicklung mittels additiver Fertigung

Der Kick-Off des von der DFG geförderten Projekts AMUSE fand Ende Mai online per Webex statt, um mit der Projektdurchführung und den Zielplanungen zu beginnen. Das Kooperationsprojekt zwischen dem Fachgebiet „Optical Engineering“ der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) und dem Fachgebiet Terahertz Bauteile und Terahertz Systeme (TSYS) der TU Darmstadt zielt auf die Herstellung neuartiger Sensorsysteme, die die Technologien Nahinfrarot (NIR) und Terahertz (THz) mit den Mitteln der additiven Fertigung kombinieren, ab. Dieses neuartige Sensorsystem soll in Zukunft zur multispektralen Analyse von Lebensmitteln eingesetzt werden.

Die Arbeitsgruppe von Professor Dr.-Ing. Oliver Stübbe an der TH OWL beschäftigt sich seit drei Jahren mit der Erforschung und additiven Fertigung von optischen Komponenten. Es wurden bereits verschiedene Materialien für die additive Fertigung von Optiken analysiert und charakterisiert. Zusätzlich wurden in den letzten zwei Jahren bereits einige der THz-kompatiblen Materialien durch die Teams von Professor Stübbe und Professor Preu von der TU Darmstadt hergestellt und charakterisiert.   

Bisher war es nicht möglich, die additive Fertigung von NIR und THz zu kombinieren, da keine 3D-druckbaren Materialien zur Verfügung standen, die als Trägersystem für beide Technologien genutzt werden könnten. Das Projekt zielt darauf ab, in ersten Schritten verschiedene verfügbare 3D-druckbare Materialien zu erforschen und zu charakterisieren, die zur Herstellung von Sensorsystemen für den NIR- und THz-Bereich eingesetzt werden können.  

„Dieses Projekt wird die Möglichkeiten der additiven Fertigung im NIR- und THz-Bereich erweitern und der Einsatz der Multispektralanalyse wird vielversprechende Ergebnisse liefern", sagte Professor Stübbe in seiner Begrüßung. Die Projektdurchführung und Planung wurde eingehend besprochen und es wurden erste Ziele für die kommenden Monate festgelegt. Beide Einrichtungen haben sich zum Ziel gesetzt, alle verfügbaren 3D-druckbaren Materialien für den Einsatz im NIR- und THz-Bereich zu charakterisieren. „Das Projekt wird einen neuen Aspekt von diesen beiden Technologien eröffnen und ihre Verwendung in Anwendungen wie der Lebensmittelanalyse wesentlich erleichtern", fügte Professor Preu in seinen Anmerkungen hinzu.

Die additive Fertigung und die Druckbarkeit verschiedener Materialien werden im Optical Engineering Labor der TH OWL von Abhijeet Shrotri (Wiss. Mitarbeiter) erforscht und das Design der THz-Wellenleiter und Sensorelemente wird von Amlan Mukherjee (Wiss. Mitarbeiter) von TSYS, TU Darmstadt, übernommen.