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KickStart@TH OWL: Fünf innovative Gründungsideen werden gefördert

Nachdem die erste Runde von KickStart@TH OWL mit sechs geförderten Teams erfolgreich gestartet ist, ging der hochschulinterne Ideenwettbewerb im Mai in eine zweite Bewerbungsphase. Studierende, Mitarbeitende und Promovierende der TH OWL konnten sich wieder mit ihren innovativen Ideen bewerben, um diese mit finanzieller und ideeller Unterstützung weiter voranbringen zu können. Aus 25 eingegangenen Bewerbungen hat die Fachjury dieses Mal insgesamt fünf Teams und Einzelpersonen ausgewählt, die ab sofort mit 7.500 Euro über die Dauer von sechs Monaten bei den ersten Schritten zur Umsetzung ihrer Ideen finanziell gefördert werden.

Die Hochschulangehörigen der TH OWL haben einen ausgeprägten Gründungsgeist, denn auch in der zweiten Ausschreibungsrunde wurden wieder zahlreiche spannende Ideen eingereicht. Am Ende konnte die Jury aus 25 Bewerbungen insgesamt fünf Teams und Einzelpersonen auswählen, die sie am meisten überzeugt haben. Dieses Mal bestand die Jury aus Lea Hansjürgen (Leitung Transferscout, Uni Paderborn), Stefan Simon (Leiter des Karrierezentrums der Hochschule für Musik), Thorsten Brinkmann (GILDE GmbH) und Helena Engelmann (Co-Founderin Mint.T Studio).

Dies sind die Ideen:

Neurons4pets: Parth Sharma hat mit „Neurons4pets“ eine KI-Lösung entworfen, mit deren Hilfe Tierärztinnen und Tierärzte Röntgenbilder mittels künstlicher Intelligenz analysieren können. Die Lösung wird auf einer Plattform angeboten und soll sich in die Tool-Chain der Praxen integrieren lassen. Mit Neurons4pets werden nicht nur Krankheiten von Tieren anhand ihrer Röntgenbilder erkannt, sondern es wird auch dargestellt, welche Teile der Organe betroffen sind. Die Segmentierung von Organen ist hilfreich für die Orientierung und Identifizierung der betroffenen Regionen innerhalb des Organs während des Diagnose- oder Behandlungsverfahrens. Sie hilft den Ärztinnen und Ärzten, die pixelgenauen Bereiche von Krankheiten zu erkennen. 

CARASMA: Sophia Cara Hahn möchte mit „CARASMA“ eine digitale Gesundheitsförderung für Unternehmen anbieten. Ihre Vision ist, Resilienz und Achtsamkeit durch die Nutzung der virtuellen Realität im Büro zu kultivieren und dadurch eine Brücke zwischen realer und virtueller Welt in „New-Work-Umgebungen“ zu bauen. Viele digitale Lösungen setzen lediglich auf die Achtsamkeit als Präventionsmaßnahme. CARASMA hingegen bietet ein ganzheitliches Konzept, welches individuelle Übungen einsetzt, um Stress abzubauen und Entspannung im Alltag zu finden. Der Ansatz basiert auf Methoden der chinesischen und ayurvedischen Medizin und bringt diese in Form von simplen Gewohnheiten in den Alltag. 

Sleeping Time Sally: Unter dem Namen „Sleeping Time Sally“ möchte Gründerin Sarah Amandari Hidaya nachhaltige Kinder- und Babypflegeprodukte nach dem Zero-Waste-Prinzip auf den Markt bringen, die komplett recycle- und kompostierbar sind. Mit der Förderung möchte sie einen Prototyp entwickeln, Stabilitätstestungen mit und ohne Verpackung durchführen sowie das Produkt mit Kunden und einem dermatologischen Hautinstitut prüfen. 

ClipHut: Bei „ClipHut“ handelt es sich um ein intelligentes und nachhaltiges Holzbausystem für Leichtbauweisen und Möbel, das sich durch seine hohe Anpassungsfähigkeit auszeichnet. Die Idee von Thomas de Silva Lopes Vieira und Mona Makebrandt resultiert aus der durch die Corona-Pandemie entstandene Umstrukturierung des Arbeitslatzes, durch die ein geeigneter Heimarbeitsplatz immer wichtiger wird. Häufig fehlen den Haushalten solide und einfach zu gestaltende Arbeitsbereiche. Um dieses Problem anzugehen, hat das Team einen Web-Konfigurator entwickelt, der den Designprozess erleichtert, indem er von Anfang an ein maßgeschneidertes Produkt anbietet. Das Clip-System bietet zudem eine sichere und freundliche Atmosphäre für den Selbstbau und stellt ein flexibles auf- und abbaubares System bereit, das durch Hinzufügen neuer Teile angepasst werden kann und dem Produkt so einen Mehrwert verleiht. Das Ergebnis ist eine Plattform, die sich die positiven Wechselwirkungen zwischen der analogen und der digitalen Generation zunutze macht.

Vecchie Mura: Domenico Alessandra Fama und Laura Muschalla haben einennachhaltigen und ökologischen Cocciopesto-Putz kreiert. Dieser Kalkverbundstoff besteht aus rund 70 Prozent recyceltem Bauschutt. Er soll als Trocken-Fertigmischung in Säcken angeboten werden und nach üblichen Putztechniken von Fachkräften beim Endkunden angebracht werden. Der Wandputz ist antibakteriell, wasserabweisend, elastisch, feuchtigkeitsregulierend und hat eine starke hydraulische Funktion, den es in dieser Kombination aktuell nicht auf dem Markt gibt.

Die Teams nehmen aktuell an einer Sprintwoche teil, in der sie unter anderem Meilensteinpläne erstellen, um die Zeit mit den Gründungscoaches bestmöglich nutzen zu können. Daneben erhalten sie in mehreren Sessions Input aus den Bereichen Marketing, Vertrieb, Recht und anderen gründungsrelevanten Themen. Die Sprintwoche bietet auch die Möglichkeit, dass sich die Teams untereinander vernetzen und austauschen können.

Die Gründungsteams aus der ersten Kickstart-Runde konnten bereits von der Förderung und Unterstützung profitieren, die sie gewinnbringend eingesetzt haben. „Es ist beeindruckend zu sehen, welche Fortschritte die Teams gemacht haben. Innerhalb dieser sechs Monate sind die Ideen sichtbar und greifbar geworden, was uns zeigt, welchen Einfluss die finanzielle Förderung, die Infrastruktur der Labs und das Coaching hat“, berichtet Tosca Albrecht, Transferscout und Gründungsberaterin an der TH OWL.

KickStart@TH OWL ist ein hochschulinterner Ideen-Wettbewerb, der in regelmäßigen Abständen stattfindet. Mitmachen können alle Studierenden und Mitarbeitenden der TH OWL, die eine innovative Idee haben und diese weiter vorantreiben wollen. Die Förderung ist für die frühe Ideenphase vor der eigentlichen Gründung eines Unternehmens gedacht. Sie beinhaltet eine finanzielle Unterstützung von maximal 7.500 Euro für die Erprobung der Idee, Zugang zur Infrastruktur, wie zum Beispiel Laboren und Co-Working-Spaces, sowie eine sechsmonatige Coachingbetreuung durch das Gründungs-Team der Hochschule, das den Teams während des gesamten Förderzeitraums mit Rat und Tat zur Seite steht.

Die nächste Bewerbungsrunde startet voraussichtlich im Dezember 2022 oder Januar 2023.

Über das Programm KickStart@TH OWL:

„KickStart@TH OWL“ wird durch das BMBF-Programm „StartupLab@FH“ gefördert. Das Gründungszentrum der TH OWL kann dadurch Hochschulangehörige mit Raum, Infrastruktur und Kompetenz unterstützen und deren innovative Ideen in der frühen Phase voranbringen. Ziel ist es, unternehmerisches Denken zu vermitteln und einen wissenschaftlichen Gründungsgeist an der TH OWL zu etablieren. Das Gründungszentrum ist die erste Anlaufstelle und ein offener Treffpunkt für Gründungsinteressierte der TH OWL und bietet besondere Freiräume für das Experimentieren, Validieren und Testen von innovativen Ideen.

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