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KickStart@TH OWL: Innovative Ideen an der TH OWL mit finanzieller und ideeller Förderung ausgezeichnet

Studierende, Mitarbeitende und Promovierende der TH OWL konnten sich mit ihrer innovativen Idee beim hochschulinternen Wettbewerb „KickStart@TH OWL“ bewerben, um diese mit finanzieller und ideeller Unterstützung weiter voran bringen zu können. Aus rund dreißig Bewerbungen hat die Fachjury sechs Teams ausgewählt, die ab sofort mit 7.500 Euro über die Dauer von sechs Monaten bei den ersten Schritten zur Umsetzung ihrer Ideen finanziell gefördert werden.

„Aus dreißig Bewerbungen haben wir in der Vorauswahl des Ideenwettbewerbs neun Teams zur Pitchveranstaltung im Februar eingeladen. Die Auswahl fiel uns als Jury nicht leicht, da alle Ideen Potential zur Umsetzung hatten. Letztendlich haben uns aber die Pitches der sechs Gewinner-Teams am meisten überzeugt. Ich freue mich und bin gespannt, wie die Teams die Förderung nutzen werden“, berichtet Professor Dr. Andreas Welling, Leiter des Gründungszentrums der TH OWL. Neben ihm waren auch Professorin Martina Sokolowsky (Fachbereich Life Science Technologies der TH OWL), Nisrin Perez (Fraunhofer), Thorsten Rosenstengel (ByForm) und Timm Marvin Loenneker (IHK Detmold) Teil der Jury.

Dies sind die Gewinner-Teams:

Motionsystem: Robin Glück, Julius Berghoff und Maximilian Weiß möchten mit ihrer Idee „Motionsystem“ eine Maschine entwickeln, die die Produktionsverfahren 3D-Druck von Kunststoff- und UV-Harzteilen, Lasergravur und Bearbeitung sowie Herstellung von Leiterkarten bündelt.

Valetudo: Die Idee hinter „Valetudo“ ist ein smarter Kabelzugturm, den man aus dem Fitnessstudio kennt, für den Endkunden im Heimbereich. Benjamin Böhme und Finn Wiesmann wollen eine Sensorik entwickeln, die die Bewegungen der Sporttreibenden erkennt und analysiert. Über eine App werden Bewegungsdaten und Übungsinformationen dargestellt.

PlusNine: Felix Braksiek und Jannis Löbner entwickeln mit „PlusNine“ einen Getränkesirup für alkoholische Mischgetränke oder auch Alkopops. Wie bei anderen Sirupen soll durch die Verdünnung mit Mineralwasser ein fertiges Getränk mit 5 %vol. Alkohol entstehen. Die Stärke und Intensität kann je nach Geschmack und persönlicher Vorliebe variiert werden.

BioSonix: Michael Neumaier, Daniel Probst und Daniel Pauli haben eine Idee entwickelt, wie bioaktive Peptide (Proteinbruchstücke) aus pflanzlichen, proteinreichen Nebenströmen der Agrar- und Lebensmittelindustrie als nachhaltige und kostengünstigere Alternative zu chemisch hergestellten Peptiden für kosmetische Produkte hergestellt werden können.

Frumo: Bei Frumo handelt es sich um ein aus vollständig nachwachsenden Rohstoffen bestehendes biologisch abbaubares Material aus Fruchtabfällen von lebensmittelverarbeitenden Betrieben. Das daraus gewonnene Granulat kann sowohl als Holzfaserplattenersatz dienen, aber auch in komplexere Formen gegossen werden. Das Ziel hinter der Idee von Mareen Baumeister und Niklas Wodausch ist, durch die Nutzung bereits gebrauchter Ressourcen, ihre Wertschöpfung zu erhöhen und dem Holzverbrauch der Möbelindustrie entgegenzuwirken.

Tao Maō: Kai Krumbein, Daniel Hahn und Kay Schadewald haben ein Getränkekonzept entwickelt, bei dem eine Trockenmischung auf Basis von Cascara aufgebrüht wird. Bei Cascara handelt es sich um die Schale und das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche. Durch die nachhaltige Verwendung der Kaffeefrucht wird der Abfall bei der Kaffeeherstellung reduziert und eine zusätzliche Einnahmequelle für die Kaffeebauern generiert.

Im Februar durften die Teams bereits an einer Sprintwoche teilnehmen, in der sie unter anderem Meilensteinpläne erstellt haben, um die Zeit mit den Gründungscoaches bestmöglich nutzen zu können. Daneben haben sie in mehreren Sessions Input aus den Bereichen Marketing, Vertrieb, Recht und anderen gründungsrelevanten Themen erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt lag auch auf der Vernetzung der Teams untereinander.

„Bei ‚KickStart@TH OWL‘ handelt sich um einen hochschulinternen Ideen-Wettbewerb, der ab sofort in regelmäßigen Abständen stattfindet. Mitmachen können alle Studierenden und Mitarbeitenden der TH OWL, die eine innovative Idee haben und diese weiter vorantreiben wollen. Die Förderung ist für die frühe Ideenphase vor der eigentlichen Gründung eines Unternehmens gedacht. Sie beinhaltet eine finanzielle Unterstützung von maximal 7.500 Euro für die Erprobung der Idee, Zugang zur Infrastruktur, wie zum Beispiel Laboren und Co-Working-Spaces, sowie eine sechsmonatige Coachingbetreuung durch unser Team“, erklärt Britta Schattenberg, die als Gründungscoach im StartupLab@FH-Team die angehenden Gründerinnen und Gründer im Bereich Food berät. „Wir stehen den Teams während des gesamten Förderzeitraums mit Rat und Tat zur Seite. Im besten Fall entsteht während dieser Zeit bereits ein erster Prototyp ihrer Ideen.“

Über das Programm KickStart@TH OWL:

„Kickstart@TH OWL“ wird durch das BMBF-Programm „StartupLab@FH“ gefördert. Das Gründungszentrum der TH OWL kann dadurch Hochschulangehörige mit Raum, Infrastruktur und Kompetenz unterstützen und deren innovative Ideen in der frühen Phase voranbringen. Ziel ist es, unternehmerisches Denken zu vermitteln und einen wissenschaftlichen Gründungsgeist an der TH OWL zu etablieren. Das Gründungszentrum ist die erste Anlaufstelle und ein offener Treffpunkt für Gründungsinteressierte der TH OWL und bietet besondere Freiräume für das Experimentieren, Validieren und Testen von innovativen Ideen.

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