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Markus Schein zum Professor am Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur berufen

Mit Dr. Markus Schein begrüßt die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe einen neuen Professor im Lehrgebiet Digitale Methoden in der Innenarchitektur.

Die Möglichkeit, wichtige Impulse in der Entwicklung des Computational Design aus der Perspektive der Innenarchitektur zu setzen, ist eine der zentralen Gründe, warum Markus Schein den Ruf der TH OWL angenommen hat. Nicht zuletzt war es aber auch die Atmosphäre, die ihn überzeugt hat: „Neben meiner inhaltlichen Motivation war es vor allem der respektvolle gegenseitige Umgang und die spürbare Lust der Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden, die Detmolder Schule zu gestalten, die mich von der TH OWL überzeugt hat“, betont Markus Schein.

Im Bereich der Forschung möchte er vor allem zwei Themenbereiche weiterentwickeln: „Die Virtualisierung und Digitalisierung unserer Lebensumwelt sowie die Verknüpfung von Computational Design Methoden mit Fragen der Nachhaltigkeit.“ Unter Nachhaltigkeit versteht der 55-Jährige dabei nicht nur Energieeinsparung oder Materialeffizienz: „Nachhaltigkeit umfasst auch Fragestellungen nach Teilhabe, Wohlbefinden, Bildung oder Machtstrukturen.“

Seine zentralen Forschungsthemen möchte der gebürtige Ulmer dabei mit Lehrthemen verknüpfen, denn Forschungsinhalte sollten nicht nur fraglos in Lehrveranstaltungen einfließen. Markus Schein: „Die Lehre sollte Studierende auch befähigen, Forschungsfragen zu stellen und zu vertiefen.“ Seinen Studierenden möchte der Professor ein eigenständiges, intrinsisch motiviertes Lernen ermöglichen und bestenfalls auch als Lehrender von ihnen lernen. „Ein idealer Zustand ist dann erreicht, wenn Studierende wie Lehrende vom gemeinsamen Studieren sprechen können“, führt er aus.

Einen Ausgleich zum Lehren und Forschen findet Markus Schein bei der japanischen Kampfkunst Aikido, die er seit 30 Jahren praktiziert und unterrichtet. Oder bei ausgedehnten Wanderungen: „Zwei Wochen am Stück durch die Landschaft laufen, das ist auch äußerst wohltuend und erkenntnisreich.“ Da ist es auch verkraftbar, dass es beim Klettern leider nie für eine glatte neun reichen wird und dass er mit seinem Saxophon eigenen Angaben nach „sehr schöne Tonimprovisationen“ machen kann, aber keine Musik.