Phosphorgewinnung: Startschuss für neues Forschungsprojekt

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachbereich Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik der TH OWL untersuchen, wie man Phosphor effizienter als bisher aus Klärschlamm gewinnen kann. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt, das die Forschenden der TH OWL gemeinsam mit dem Lippeverband, der Lippe Wassertechnik GmbH, der EuPhoRe GmbH und der TIA GmbH realisieren.

2014 hat die Europäische Kommission Phosphor als kritischen Rohstoff eingestuft. Weil auch Deutschland diese begrenzt vorhandene Ressource vollständig importieren müsste, ist die Absicht, Phosphor wiederverwendbar zu machen, mittlerweile gesetzlich verankert. Aktuell wird bereits eine Vielzahl technischer Maßnahmen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser beziehungsweise Klärschlamm erprobt und weiterentwickelt.

Im Projekt „Phosphor effizient eliminieren und verwerten“ untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TH OWL, aufbauend auf Laboruntersuchungen und gestützt durch Simulationswerkzeuge, Möglichkeiten zur Erhöhung der Phosphorfixierung im Klärschlamm. Dazu gehören auch die Auswirkungen auf die weitere Behandlung des Klärschlamms und die landwirtschaftliche Verwertung des wiedergewonnenen Rohstoffs. Durch die Untersuchung von Fällprozessen in der Schlammbehandlung wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Phosphorgehalt im Schlamm stabilisieren. Dadurch erhoffen sich die Forschenden einen geringeren Fällmitteleinsatz, bessere Ablaufwerte sowie eine weitere Reduzierung der Umweltbelastung.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Projektseite.

Forschungsschwerpunkt „Nachhaltige Wasserwirtschaft und vorsorgender Gewässerschutz“

Der Forschungsschwerpunkt „Nachhaltige Wasserwirtschaft und vorsorgender Gewässerschutz“ der TH OWL befasst sich mit der Gewässerreinhaltung und Gewässergütebestimmung, der Wassermengenwirtschaft, der Gewässer- und Auenökologie sowie der Gewässerentwicklung. Zusätzlich berücksichtigen die Forschenden wasserwirtschaftliche Aspekte der Geotechnik, Abfallwirtschaft und Deponietechnik. Dabei kommen Methoden der Modelltechnik und der modernen Datenverarbeitung zur Anwendung. Ein Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Forschung. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Fachgebieten der beiden Höxteraner Fachbereiche Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik sowie Landschaftsarchitektur und Umweltplanung.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Martin Oldenburg
Tel.: +49 5271 687 7866
E-Mail: martin.oldenburg(at)th-owl.de