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Praxis pur: Studierende erkunden die renaturierte Nethe

Gewässerentwicklung hautnah erleben – das war das Ziel einer interdisziplinären Exkursion, die Studierende der TH OWL gemeinsam mit dem Gewässerentwicklungsprojekt des Kreises Höxter an die Nethe führte.

Studierende der Studiengänge Umweltingenieurwesen und Umweltwissenschaften kamen in diesem Sommersemester zusammen, um theoretisches Wissen direkt in die Praxis zu übertragen. Rund 35 Teilnehmende erhielten an einem Quellbach der Nethe einen praxisnahen Einblick in erfolgreich umgesetzte Renaturierungsmaßnahmen. Die Exkursion entstand in Kooperation mit dem Gewässerentwicklungsprojekt des Kreises Höxter.

In zwei Gruppen aufgeteilt, durchliefen die Studierenden im Rotationsprinzip vier Stationen. Bei einer Gewässerbegehung informierten Fachleute über das Gewässerentwicklungsprojekt und die vor Ort realisierten Maßnahmen. 

Eine weitere Station entlang angrenzender Flächen vermittelte Einblicke in Prozesse und Möglichkeiten des Wasserrückhalts in der Landschaft. Bei einer Vermessungsübung wurde die neu angelegte Furt eingemessen. 

Zudem konnten die Studierenden ihr ökologisches Fachwissen bei der Bestimmung von Makrozoobenthos anwenden – sowohl in der Nethe als auch im renaturierten Quellbach. Anmerkung: Unter Makrozoobenthos werden tierische Organismen bis zu einer definierten Größe zusammengefasst. 

Begleitet wurde die Exkursion von den Lehrenden Jörg Oel (Hydrologie), Heike Stromberg und Mario Sommerhäuser (Limnologie), Mareile Graf (Gewässerschutz und -bewirtschaftung) sowie Katharina Pilar von Pilchau (Wasserwirtschaft). Vom Gewässerentwicklungsprojekt des Kreises Höxter stand Anna Röben als Fachfrau vor Ort zur Verfügung.

Exkursionen wie diese zeigen, wie praxisorientierte Lehre an der TH OWL gelingt: nah an realen Projekten, nah am Gewässer – und nah an den Fragestellungen, die künftige Umweltingenieur:innen und Umweltwissenschaftler:innen beschäftigen werden.