Professor Michael Minge lehrt künftig Innovationspsychologie an der TH OWL

Der 39-jährige Berliner Prof. Michael Minge wird an der TH OWL künftig im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Innovationspsychologie lehren. Und das, indem er seine Studierenden für ein Thema begeistert und ihnen klarmacht, wie es in der Praxis Probleme lösen kann. „Erst dadurch fange ich an, Dinge zu hinterfragen und zu kritisieren, erst dann beginnt ein wirklicher Verstehensprozess. Die Hochschule als Ort des Austausches und der Interaktion ist wichtiger denn je und muss es trotz sicherlich zunehmender Online-Lehre auch sein und bleiben.“

Nach seinem Psychologie- und Human-Factors-Studium hat Michael Minge an der TU Berlin zum Doktor der Ingenieurwissenschaften promoviert. Außerdem hat er an verschiedenen Forschungsprojekten mitgearbeitet: Mal ging es darum, wie therapieunterstützende Technologien Patienten motivieren können. Mal aber auch um Verkehrspsychologie und die Frage, welche Innovationen Menschen dazu bewegen können, auf nachhaltige Mobilitätsangebote umzusteigen. Zuletzt hat Michael Minge bei der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz analytische und strategische Aspekte in der Verkehrssicherheit bearbeitet.

Jetzt also eine neue Station: Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe und ihr neuer Studiengang Wirtschaftspsychologie. Warum? „Die TH OWL bietet mit den Instituten, Einrichtungen und Laboren und mit der Vernetzung in die regionale Unternehmenslandschaft einen entscheidenden Standortvorteil. Die hohe Qualität der Hochschullehre ist für mich Ansporn und Verpflichtung.“

Abseits seiner Arbeit ist Michael Minge Fan „vom Moment und von unvorhergesehenen Abweichungen“, denn er hat eine Leidenschaft für das Theater – vor, auf und hinter der Bühne. Außerdem reist er gerne und interessiert sich für historische Entwicklungen, zum Beispiel dafür, warum sich bestimmte technische Ideen durchsetzen und warum andere schnell wieder in Vergessenheit geraten.