Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Einstellungen, Verhalten und die sozialen Rahmenbedingungen, die umweltbewusstes Handeln erleichtern oder erschweren. Dabei untersucht sie Haushalte, Familien, Paare und Einzelpersonen und nimmt alltägliche Entscheidungen in den Blick – etwa die Frage, warum viele Menschen nicht auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, selbst wenn sie kostenlos wären. Ziel ihrer Forschung ist es, besser zu verstehen, welche Umweltprobleme als relevant wahrgenommen werden, wie ernst der Klimawandel eingeschätzt wird und wie groß die Bereitschaft ist, aktiv zu handeln.
Gleichzeitig stellt die Umweltsoziologin klar, dass nachhaltiges Verhalten stark von strukturellen Bedingungen wie gesetzlichen Rahmenbedingungen oder kulturellen Normen abhängt. „Transformation darf nicht als individuelle Aufgabe verstanden werden. Solange sie auf die Einzelperson abgewälzt wird, entstehen Konflikte und Frustration. Wir brauchen Strukturen, die nachhaltiges Handeln im Alltag ermöglichen“, so Dr. Christiane Lübke.
Neben ihrer Forschung bringt sie sich auch aktiv in gesellschaftliche Debatten ein. Über ihre Social-Media-Kanäle greift Dr. Christiane Lübke aktuelle Themen auf – zuletzt etwa den Longevity-Trend – und ordnet sie aus wissenschaftlicher Perspektive ein. Damit entwickelt sie neue Wege der Wissenschaftskommunikation und macht sozialwissenschaftliche Zusammenhänge einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Mehr über Professorin Dr. Christiane Lübke, ihre Forschung und Motivation im Porträt und Interview.
