Smart FOODFACTORY – die neue Forschungsfabrik für das „Food der Zukunft“

Die Lebensmittel der Zukunft sind qualitativ hochwertig, sicher und nachhaltig in der Produktion. Am Innovation Campus Lemgo entsteht in Kürze ein einzigartiges Forschungs- und Entwicklungsumfeld für die intelligente Lebensmittelproduktion – die Smart FOODFACTORY.

Noch ist das Baufeld leer, doch bald starten zwischen dem Verwaltungsgebäude der TH OWL in Lemgo und dem neuen InnovationSPIN die Bauarbeiten zu dem modernen Forschungsgebäude, in dem Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam zum Thema Digitalisierung in der Lebensmittelbranche forschen und entwickeln.

Große Glasfassaden sorgen für Transparenz und machen Forschung sichtbar und greifbar. In der 600 m² großen Werkhalle entstehen zukunftsweisende Projekte. Kleinen und mittelständischen Unternehmen eröffnen sich hier ganz neue Möglichkeiten, an der digitalen Transformation in der Lebensmittelindustrie teilzuhaben und von den Analysen und Entwicklungen zu profitieren. Das ILT.NRW (Institut für Lebensmitteltechnologie. NRW), das inIT (Institut für industrielle Informationstechnik) und weitere Forschungsinitiativen der TH OWL leisten gemeinsam einen Beitrag, um die Lebensmittelproduktion der Zukunft sicherer, qualitativ hochwertiger und ressourceneffizienter zu gestalten.

Auf 1.500 m² Nutzfläche entstehen neben der Werkhalle, Labore, Seminar- und Vortragsräume. Durch Schulungen, Workshops und Vorträge erhalten Unternehmen Zugang zu dem Forschungs-Know-How im Bereich Lebensmittelindustrie 4.0. Auch Räumlichkeiten für Verkostungen und Vorträge für die Öffentlichkeit sind geplant.

Der neue Ost Boulevard – der vom Hauptgebäude der TH OWL bis zum Hornschen Weg reichen wird – führt direkt an der Smart FOODFACTORY entlang und erlaubt so den Passanten einen Blick ins Innere der Forschungsfabrik.

Was erwartet Unternehmen und Wissenschaft in der neuen Smart FOODFACTORY?

Unternehmen, die in der neuen Smart FOODFACTORY Projekte entwickeln, können hierfür viele der hochmodernen und leistungsstarken Geräte und Maschinen nutzen. So wird den Nutzern beispielsweise ein hochauflösendes Massenspektrometer zur Verfügung stehen. Hiermit können einzelne Substanzen komplexer Proben eindeutig identifiziert und aufgeschlüsselt werden. Die hohe Empfindlichkeit des Geräts ermöglicht eine ganz neue Dimension der Referenzanalytik.

Ein Projekt für das Massenspektrometer kommt beispielsweise aus dem Bereich „Bierbrauen“. Fokus liegt hierbei auf der genauen Maischezusammensetzung zu verschiedenen Zeitpunkten. Wann liegt welche Konzentration von welchem Inhaltsstoff vor.

Ein Extruder mit hoch sensibler Sensorik ermöglicht es Unternehmen und Wissenschaft die Qualität der Lebensmittel (wie zum Beispiel von Backwaren) direkt bei der Herstellung zu messen und sofort Optimierungen vorzunehmen.

Start für den Bau ist voraussichtlich im Mai 2021. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant. Die Projektkosten in Höhe von zehn Millionen Euro werden zu 90 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die restlichen zehn Prozent werden aus Eigenmitteln der TH OWL bestritten.