Zum Inhalt springen

Starke Ideen, starke Gründerinnen: Zehn Frauen für exist Women OWL ausgewählt

Mehr als 40 Bewerbungen, 20 Pitches und am Ende zehn überzeugende Geschäftsideen: Beim Jurytag des Förderprogramms EXIST Women OWL sind am 24. April an der Campus Foundery OWL der TH OWL vielversprechende Gründerinnen aus der Region ausgewählt worden.

Im Gründungszentrum der Hochschule präsentierten die Bewerberinnen ihre Vorhaben vor einer hochkarätig besetzten Jury. Ziel des Programms ist es, Frauen in einer frühen Phase auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen – unabhängig von Ausbildung oder beruflichem Hintergrund. EXIST Women ist Teil der Start up Strategie der Bundesregierung, wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und durch den Europäischen Sozialfonds Plus kofinanziert.

Gemeinsam mit Partnern wie der garage33 der Universität Paderborn sowie dem Center for Entrepreneurship der Hochschule Bielefeld hatte die Campus Foundery OWL zur Bewerbung aufgerufen. Die Resonanz war groß. Nach einer Vorauswahl wurden 20 Frauen eingeladen, ihre Ideen in einem strukturierten Pitchformat vorzustellen. Dafür hatten sie jeweils fünf Minuten Zeit, gefolgt von einer Fragerunde.

Die vorgestellten Konzepte zeigten die thematische Breite des Programms. Sie reichten von digital gestützten Anwendungen in Therapie und Bildung über nachhaltige Geschäftsmodelle in Hotellerie und Mode bis hin zu Plattformlösungen im Bauwesen sowie Ansätzen aus der Raumpsychologie und der Künstlichen Intelligenz.

Die Jury bestand aus Vertreterinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem regionalen Gründungsökosystem, darunter Lena Hartmann von der VerbundVolksbank OWL, Dr. Stefanie Rabbe von der Miele New Growth Factory, Professor Dr. Sylvia Hubner Benz von der Universität Paderborn, Jessie Wölke von No Planet B x dm sowie Tosca Albrecht von der Campus Foundery OWL. Bewertet wurden insbesondere die Persönlichkeit der Gründerinnen und das unternehmerische Potenzial ihrer Ideen.

Für die Teilnahme am Programm ausgewählt wurden Alisa Chirkova, Lale Karatay, Miriam Plöger, Christine Fischer, Elisa Horling, Celina Ronneburg, Yvonne Naava, Inken Schäkel, Regina Graf und Alina Tereschenko.

Am Abend kamen die Teilnehmerinnen erneut zusammen. In einer Keynote sprach Jessie Wölke über Authentizität, Markenaufbau und die Bedeutung klarer Positionierung. Anschließend erhielten die ausgewählten Gründerinnen ihre Urkunden.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich mit einem analogen Projekt sichtbar werde, das Verbindung zwischen Eltern und Kindern fördert“, sagt Stipendiatin Miriam Plöger.

Auch für das Organisationsteam war der Jurytag ein besonderer Moment. „Als die zehn Stipendiatinnen ihre Urkunden entgegennahmen, wurde deutlich, dass wir nicht nur Startups begleiten, sondern jungen Frauen den Weg in die Gründung eröffnen“, sagt Programmkoordinatorin Pia Güttner.

Die Teilnehmerinnen erhalten eine Sachmittelpauschale von 2.000 Euro sowie Zugang zu einem umfassenden Förderprogramm mit Workshops, Coaching und Mentoring. Ein Höhepunkt wird eine Intensivwoche sein, in der die Gründerinnen ihre Ideen weiterentwickeln. Im weiteren Verlauf besteht zudem die Möglichkeit, sich für eines von fünf Vollstipendien zu qualifizieren, die auch den Lebensunterhalt für drei Monate sichern.

„Die Vielfalt und Qualität der Bewerbungen war beeindruckend. Jetzt beginnt die entscheidende Phase, in der aus Ideen konkrete Unternehmen werden“, sagt Tosca Albrecht von der Campus Foundery OWL.

Mit dem Jurytag ist der Startschuss für die neue Programmrunde gefallen. Für die ausgewählten Gründerinnen beginnt nun eine intensive Phase auf dem Weg zur eigenen Unternehmensgründung.