Stiftungspreis für TH OWL: Prototypen auf Küchenmesse vorgestellt

Sechs Studentinnen der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der TH OWL sind bei der Küchenfachmesse area30 in Löhne ausgezeichnet worden. Am vergangenen Montag wurde dort der diesjährige Stiftungspreis der „KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG“ an die Technische Hochschule OWL in Detmold verliehen. Zum Preis gehörte, dass die Sieger-Küchen als Prototypen gebaut und vorgestellt wurden.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die von den sechs Studentinnen unter der Leitung von Professorin Sandra Bruns zum Thema „Die Küche im Mittelpunkt des Lebens – Kochen.Leben.Stories.“ entwickelt wurden. Das Förderprojekt wurde als mehrstufiger Wettbewerb durchgeführt. Aufgabe der Studierenden war es, zukunftsfähige Küchen-/Wohn- und Kochkonzepte im Kontext aktueller Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Wohnraumverknappung zu entwickeln. Eine Fachjury wählte am Ende aus zehn Studienentwürfen drei Gewinnerprojekte aus.

Die Preisverleihung fand auf dem Messestand von „DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG“ in Anwesenheit von interessierten Gästen aus Industrie, Handel, Presse und DER KREIS Mitgliedern statt. Stiftungsvorstand Ernst-Martin Schaible überreichte die Urkunden an die Gewinnerinnen und den Stiftungspokal an Professorin Sandra Bruns. „Ich bin begeistert, dass unsere Studierenden, die bislang noch nichts mit dem Thema Küchendesign zu tun hatten, so innovative Ideen haben und herausragende Ergebnisse abliefern”, lobte Stiftungsvorstand Ernst-Martin Schaible.

Die drei Gewinnerprojekte

Den ersten Preis erhielt Akua Adu-Gyamfi für ihren Entwurf „Von der Hand in den Mund“, ein von der afrikanischen Kultur geprägtes Küchen- und Restaurantkonzept. Mit dem zweiten Preis wurde das Studentinnen-Trio Anna Otterpohl, Sarah Dann und Pia Willig für ihre Arbeit „Wall of Water“ ausgezeichnet, einem Gestaltungskonzept, das Küche und Bad mit dem Ziel des bewussten Umgangs mit der Ressource Wasser miteinander vereint. Der dritte Preis ging an den Entwurf „Geschichtenerzähler“ von Marie Seliger und Gesa Trispel, einer nachhaltigen Küche, dem Motto folgend, „wenn Küchen zu Begleitern werden“ und sich im Laufe der Zeit, den verschiedenen Lebensbedürfnissen anpasst und sich mitentwickelt. Mit der Auszeichnung ist auch ein Preisgeld für die Hochschule und die Gewinnerinnen und Gewinner verbunden. Neben Detmold förderte die „DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG“ zudem noch ein Projekt an der Hochschule für Technik in Stuttgart.

Die „DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG“ initiiert und fördert seit 2009 Projekte an deutschen Hochschulen rund um die Themenkreise „Küche der Zukunft“ und „Küchendesign“ und liefert damit zukunftsweisende Trends und neue Impulse an die Küchenbranche. Die Stiftung hat nach eigenen Aussagen in den vergangenen Jahren mit ihren Projektförderungen über 220 Studierende unterstützt, die in 165 Studienarbeiten „die Küche im Mittelpunkt des Lebens” innovativ, kreativ und zukunftsorientiert weiterentwickelt haben.

Kooperationspartner bauten Prototypen

Bei der Preisverleihung würdigte Stiftungsgründer Ernst-Martin Schaible besonders das Engagement der Stiftungs-Kooperationspartner aus der Küchenindustrie und DER KREIS Mitglieder, mit deren großartiger Unterstützung aus den Studierendenentwürfen außergewöhnliche Prototypen für die Messe area30 gebaut wurden. Ein Blickfang war die imposante Holzkonstruktion des Gewinnerprojektes „Von der Hand in den Mund“. Das darin platzierte Kochmodul wurde von DER KREIS Mitglied „Küche 3000 Wagner & Schönherr“ gebaut. Die innovative „Wall of Water“ konnte mit dem Engagement des Hauptsponsors Nobilia und das Projekt „Geschichtenerzähler“ dank der Hauptsponsoren Ballerina und Kesseböhmer erfolgreich realisiert werden. Darüber hinaus waren noch weitere engagierte Unternehmen in der Projekt- und Wettbewerbsphase sowie bei der Umsetzung erfolgreich beteiligt.

Das nächste Studienprojekt ist in Vorbereitung - die „DER KREIS ANJA SCHAIBLE STIFTUNG“ wird die Zusammenarbeit mit der TH OWL in Detmold weiter fortsetzen. gl