Stiftungsprofessur im Bereich nutzerfreundliche Gestaltung von technischen Systemen besetzt

Der Wissenschaftler Dr. Dr. Carsten Röcker hat seine Arbeit als Professor an der Hochschule OWL aufgenommen. Bei seiner Stelle handelt es sich um die Stiftungsprofessur „Nutzergerechte Gestaltung von technischen Systemen mit Schwerpunkt Informatik“ am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT). Phoenix Contact, Wincor Nixdorf, das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) und die Stiftung Standortsicherung fördern die Stiftungsprofessur mit insgesamt 500.000 Euro.

Der Wissenschaftler Dr. Dr. Carsten Röcker hat am 1. September seine Arbeit als Professor an der Hochschule OWL aufgenommen. Bei seiner Stelle handelt es sich um die Stiftungsprofessur „Nutzergerechte Gestaltung von technischen Systemen mit Schwerpunkt Informatik“ am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT). Phoenix Contact, Wincor Nixdorf, das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation (IOSB-INA) und die Stiftung Standortsicherung fördern die Stiftungsprofessur mit insgesamt 500.000 Euro. Damit kann das neue Fachgebiet die ersten fünf Jahre finanziert werden.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung, die eine Bestätigung unserer Arbeit in Forschung und Lehre darstellt“, sagt Präsident Dr. Oliver Herrmann. „Stiftungsprofessuren sind immer auch ein Indiz für die Qualität einer Hochschule – Wirtschaft und Stiftungen fördern dort, wo deutliche Leistung erbracht und eine hohe Relevanz für die Zukunft gesehen wird.“

Die Professur wird sich mit der nutzerfreundlichen Gestaltung von technischen Systemen beschäftigen. Die Anforderungen an technische Produkte und Systeme in der Industrie steigen stetig an. Gleichzeitig werden diese immer komplexer. „Künftig muss der spätere Nutzer schon im Design und in der Entwicklung technischer Systeme in den Mittelpunkt gestellt werden“, erklärt Professor Jürgen Jasperneite, Leiter der im Centrum Industrial IT angesiedelten Forschungseinrichtungen inIT und Fraunhofer-Anwendungszentrum.

Auch die demografische Entwicklung stellt Herausforderungen an den altersgerechten Umgang mit Technik. Hier setzt die neue Stiftungsprofessur im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik der Hochschule OWL an: Sie wird in diesem Feld Forschung betreiben und Unternehmen unter anderem bei deren Produktentwicklungen durch Technologieakzeptanz- und Benutzerstudien unterstützen.

Einen Schwerpunkt der neuen Professur bilden intelligente technische Systeme, die auch im Mittelpunkt der Industrie 4.0 und des Spitzenclusters „it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OWL“ stehen. „Mit der Stiftungsprofessur werden wir unsere breite Fachkompetenz um die Bereiche moderne Mensch-Maschine-Interaktionstechnologien und Kognition in der industriellen Automation erweitern“, so Professor Jasperneite.

Im Spitzencluster „it’s OWL“ arbeiten die beiden Forschungseinrichtungen iniT und das Fraunhofer-Anwendungszentrum Seite an Seite mit Firmen wie Phoenix Contact und Wincor-Nixdorf. Dr. Alexander Knobloch, Leiter der Unternehmensforschung bei Wincor Nixdorf, erklärt: „Mit der Stiftungsprofessur stärken Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam die herausragende Position der Region im Bereich der industriellen Informationstechnik. Gern unterstützen wir daher die innovative Forschungsarbeit in Lemgo. Wir sind sicher, dass für die Industrie verwertbare Ergebnisse erzielt werden.“

„In der Automatisierungstechnik wird die optimale Ausgestaltung der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine immer mehr zu einem kritischen Erfolgsfaktor“, ergänzt Roland Bent, Geschäftsführer von Phoenix Contact:  „Mit der gerade gestarteten Stiftungsprofessur wird die in unserer Region schon vorhandene hohe Kompetenz für intelligente technische Systeme noch ausgebaut.“

Auch die Studierenden der technischen Informatik und Elektrotechnik an der Hochschule OWL können von der Professur profitieren. Sie werden mit den Grundlagen der nutzergerechten Gestaltung technischer Systeme vertraut gemacht, so dass sie noch besser auf die Herausforderungen in der Mensch-Maschine-Interaktion vorbereitet sind. „Die Gesellschaft hat die Aufgabe, junge Menschen so gut wie möglich für das Berufsleben zu qualifizieren. Dies trägt auch dazu bei, dem zunehmenden Fachkräftemangel zu begegnen“, sagt Dr. ‘in A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung. „Durch eine Stiftungsprofessur wie diese wird dem optimal Rechnung getragen.“

Der neue Professor Carsten Röcker bringt sich in der Lehre vor allem im Bachelor-Studiengang „Technische Informatik“ und im internationalen Masterstudiengang „Information Technology“ ein. „Wir freuen uns, die Stiftungsprofessur mit einem wissenschaftlich hervorragend ausgewiesenem neuem Kollegen zu besetzen und damit das zunehmend wichtige Feld der Mensch-Technik-Interaktion in Forschung und Lehre verankern zu können“, fasst Professor Uwe Meier, Dekan im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik der Hochschule, zusammen.

Professor Carsten Röcker (38) stammt aus Erding bei München. Als Wissenschaftler hat er einen fächerübergreifenden Hintergrund mit Abschlüssen in Informatik, Psychologie, Ingenieurwesen, Management und Kommunikationswissenschaft. Der Wissenschaftler verfügt über mehr als zehn Jahre Forschungserfahrung in den Bereichen Nutzerorientierte Systemgestaltung und Technologie-Akzeptanz und wirkte an zahlreichen internationalen Projekten mit. Lehraufträge führten in unter anderem an Hochschulen in Aachen und Graz. Nun führt in die Stiftungsprofessur an die Hochschule OWL.

Mit den 500.000 Euro der Förderer kann das neue Fachgebiet die ersten fünf Jahre finanziert werden. Aufgrund der großen Bedeutung der Professur für den Forschungsschwerpunkt „Intelligente Automation“ hat sich die Hochschule OWL dazu bereit erklärt, die Stelle dauerhaft fortzuführen.

Stiftungsprofessuren an der Hochschule OWL:
„Nutzergerechte Gestaltung von technischen Systemen mit Schwerpunkt Informatik“ ist eine von vier Stiftungsprofessuren, die die Hochschule OWL seit 2013 einwerben oder besetzen konnte. Die weiteren sind die Stiftungsprofessur Musikinformatik im gemeinsamen „Zentrum für Musik- und Filminformatik“ mit der Hochschule für Musik Detmold (April 2013), die Stiftungsprofessur am Fachbereich „Life Science Technologies“ im Studiengang „Technologie der Kosmetika und Waschmittel“ (September 2013) sowie die IHK-Stiftungsprofessur „Arbeits- und Fabriksysteme” (März 2014). Dr. Oliver Herrmann dazu: „Diese Bilanz ist hervorragend und belegt unsere Forschungsstärke! “