Studieren an der eigenen Idee: Neuer Masterstudiengang Applied Entrepreneurship gestartet

Startschuss für innovative Köpfe, geniale Ideen und die Unternehmer der Zukunft made in Lemgo: Das Institut für Wissenschaftsdialog (IWD) der TH OWL hat die Studierenden des neuen Masterstudiengangs Applied Entrepreneurship begrüßt. Per Videokonferenz sind Lehrende, Unterstützerinnen und Unterstützer des neuen Studiengangs aus der Region und die 44 Studierenden aus dem In- und Ausland zusammengekommen.

Prof. Dr. Josef Löffl, Leiter des IWD, begrüßte die neuen Studierenden in Ostwestfalen-Lippe, „der Herzkammer des deutschen Mittelstands, der Region der traditionellen familiengeführten Unternehmen. Wir brauchen Sie für die neuen Ideen für diese Unternehmen.“ Prof. Dr. habil. Andreas Welling, Studiengangsleiter, erklärte, der neue Masterstudiengang sei selbst als ein Start Up konzipiert. „Sie können das Produkt mit uns entwickeln, das Produkt ist dieser Masterstudiengang. Und wenn Sie dann Ihr eigenes Produkt entwickeln, machen Sie das hoffentlich auch wie wir mit dem Feedback Ihrer Kunden.“

Vom Hörsaal in den Chefsessel: Ziel des Studiums ist, den Unternehmergeist zu wecken und die eigene Geschäftsidee zur Marktreife zu bringen. Egal ob Marktanalyse, Businessplan oder Finanzierung, bei allem können sich die Studierenden von den Expertinnen und Experten der Hochschule beraten lassen. Mit regionaler Unterstützung durch Praktiker aus der Wirtschaft erweitern die Studierenden ihre Kenntnisse über das Unternehmertum, insbesondere die Produkt- und Geschäftsmodellentwicklung, um diese dann bei der Umsetzung ihres eigenen Projektes einsetzen können. Sie erlernen nicht nur die wissenschaftlichen Methoden und deren Anwendung in Theorie und Praxis – sie entwickeln und gestalten diese anhand ihres eigenen Projekts eigenständig. Sozialkompetenz und Future Skills sind ebenfalls wichtige Aspekte auf dem Weg, die eigene Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Das Studium ist für Studierende aller Fachrichtungen offen und fußt auf innovativen Lehrformaten und berücksichtigt sowohl Präsenz- als auch Online-Lehre. Die Studierenden arbeiten dabei in Teams. Einige haben schon konkrete Geschäftsideen, andere sind noch auf der Suche. Auch die Hochschule gibt Projekte in den Studiengang –wie auch der weltweit tätige Landmaschinenhersteller Claas aus dem ostwestfälischen Harsewinkel. Drei Studierende im Masterstudiengang Applied Entrepreneurship kommen von der Firma Claas. Thomas Grawe, Leiter Digitale Transformation des Unternehmens, rief in seiner Rede zu Kreativität und Eigenverantwortung auf, und auch dazu, immer wieder den Status Quo in Frage zu stellen, sich und sein Produkt neu zu erfinden und Wissen im interdisziplinären Austausch zu teilen, um langfristig erfolgreich sein zu können.

„Gründer sind das Lebenselixier unserer Marktwirtschaft, das Salz in der Suppe“

Maria Klaas, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold für die Bereiche Gründung, Unternehmensförderung, Steuern und Wirtschaftsjunioren, ermutigte die zukünftigen Gründerinnen und Gründer, die IHK als wichtige Anlaufstelle zu sehen: „Nutzen Sie uns, wir sind ein Tiegel von Informationen, Kontakten und Netzwerken“.

Dr. Angelika Heinrike Heil,Geschäftsführerin Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, appellierte an die Studierenden, das Knowhow in der Region zu nutzen: „Hier in Lippe gibt es wahnsinnig viele tolle Netzwerke, in denen man sich austauschen und Informationen erhalten, die eigenen Probleme mit anderen teilen kann und so auch Lösungen findet“.

Stifter der Professur für Gründer sind die IHK Lippe zu Detmold, die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, die Sparkasse Lemgo und die POS Tuning GmbH. Insgesamt sind 44 Studierende für diesen Studiengang eingeschrieben und werden in den nächsten 2 Jahren für viele neue Projekte sorgen.