Studierende der TH OWL mit dem Energy Award 2020 ausgezeichnet

Innovative Ideen für die Energiewende: Drei junge Akademikerinnen und Akademiker der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe haben für ihre Abschlussarbeiten den Energy Award des kommunalen Energiedienstleisters Westfalen Weser Energie erhalten.

Maria Schaffer bekommt den Energy Award für ihre Masterarbeit, in der sie zeigt, dass ein intelligentes Lademanagementsystem für Elektroautos die CO2-Emissionen des Fahrstroms reduzieren kann. Mit dem System wird das Aufladen in Zeiten gelegt, in denen der Anteil von erneuerbaren Energien im Netz hoch und damit der Ausstoß von CO2 niedrig ist. Würde man diese Technik auch für andere steuerbare Geräte wie Wärmepumpen oder Elektroheizungen nutzen, könnte das die Sektorenkopplung, also die Verbindung von Strom-, Wärme-, Gas- und Verkehrsnetzen, beschleunigen. Maria Schaffer hat im Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik am Campus Lemgo den Bachelorstudiengang Zukunftsenergien und den Masterstudiengang Maschinenbau absolviert und war wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Energieforschung (iFE) der Hochschule.

Auch Stefan Jättkowski kann sich über den Energy Award 2020 freuen. Er bekommt die Auszeichnung für seine Bachelorarbeit, in der er sich die Frage stellt, wie Erdreich ein thermischer Speicher für ein nachhaltiges Museum werden kann. Am Beispiel eines Museumsbaus klärt er in seiner Arbeit, wie erdberührte Bauteile ausgeführt werden müssen, um eine passive Beheizung im Winter und eine passive Kühlung im Sommer zu ermöglichen und dabei das Erdreich als thermischen Speicher zu nutzen. Beachtet man diese Ergebnisse in der Vorentwurfsplanung eines Gebäudes, kann das darüber hinaus zur Energieeffizienz bei Großprojekten beitragen. Stefan Jättkowski hat im Fachbereich Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur am Campus Detmold den Bachelorstudiengang Architektur in Teilzeit absolviert.

Nelson McManus erhält die Auszeichnung für seine Bachelorarbeit, in der er nach einem optimalen Nachweisverfahren für Wärmeschutz gesucht hat, um den Ressourcenverbrauch zu senken. Durch den Vergleich und die anschließende Wahl des richtigen Nachweisverfahrens für den sommerlichen Wärmeschutz können Ressourcen in Form von Materialien für die baulichen Maßnahmen zur Verschattung des Gebäudes eingespart werden. Dadurch wird keine zusätzliche Energie zur Kühlung oder auch Beheizung des Gebäudes benötigt. Nelson McManus hat im Fachbereich Umweltingenieurwesen und Angewandte Informatik am Campus Höxter das Bachelorstudium Umweltingenieurwesen absolviert.

Schon zum 20. Mal zeichnet Westfalen Weser Energie mit dem Energy Award wissenschaftlichen Nachwuchs in Ostwestfalen-Lippe und dem Weserbergland aus. Damit würdigt der kommunale Energiedienstleister besondere Leistungen in Abschluss- und Projektarbeiten rund um die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Insgesamt wurden 8000 Euro an Preisgeldern vergeben.