Trophelia Wettbewerb: Studierende der TH OWL belegen mit der Bratwurst Pro den zweiten Platz

Studierende der TH OWL haben bei der diesjährigen Endrunde des Trophelia Produktentwicklungswettbewerbs des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI e.V., Bonn) am 22. Juni 2021 mit der nachhaltigen „Bratwurst Pro“ den zweiten Platz belegt. Mit der „Bratwurst Pro“ können Fleischfans ihren CO2-Abdruck senken.

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mastermoduls „Planen und Entwickeln“ von Prof. Dr. Ulrich Müller und Prof. Dr. Rainer Barnekow der TH OWL geht es beim Thema Nachhaltigkeit buchstäblich um die Wurst. Mit der „Bratwurst Pro“ haben die Studierenden der OWL Jana Tholen, Esther Gröne, Helene Winter und Jan-Philipp Tönebön eine nachhaltige Alternative zur handelsüblichen Bratwurst entwickelt. Durch den Einsatz pflanzlicher Proteine konnten sie den Fleischanteil gegenüber herkömmlichen Produkten um bis zu 50 Prozent verringern. Fleischfans können ihren CO2-Fußabdruck senken, ohne gänzlich auf Fleisch zu verzichten.

„Grillen gehört im Sommer zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Im Jahr 2018 wurden laut einer Umfrage der Lebensmittelzeitung allein 576 Millionen Euro für Bratwürste im Zeitraum zwischen März und September ausgegeben – ein großes Marktpotential“, betont Jan-Philipp Tönebön. Trotz der Liebe zum Grillen haben viele Konsumentinnen und Konsumenten die Bereitschaft, weniger tierische Produkte zu essen, „jedoch unter der Prämisse, dass es sowohl geschmacklich als auch von der Textur attraktive Alternativen gibt“, erklärt Tönebön. Das sogenannte Hybrid-Produkt der Studierenden, die „Bratwurst Pro“, setzt genau hier an. Auf einen gewissen Fleischanteil wird nicht verzichtet, aber er wird wesentlich gesenkt, ohne dass Geschmack und Textur davon beeinträchtigt werden. Die Studierenden möchten mir der nachhaltigen „Bratwurst Pro“ eine große Zielgruppe erreichen. „Auf der einen Seite sind es die traditionellen Fleischesser, auf der anderen Seite die Konsumentinnen und Konsumenten mit dem Willen zur Veränderung und der Lust auf etwas Neuen“, so Esther Gröne.

Die zweite Gruppe von Studierenden der TH OWL war mit der Teilnahme an der Endrunde des Trophelia Wettbewerbs ebenfalls sehr erfolgreich. Die Gruppe Melanie Veith, Katharina Joseph und Arthur Gossen hat schmackhafte und nachhaltige Chips aus Treber, genannt „Trego“, entwickelt. Treber werden in der Lebensmitteltechnik die bei der Bierherstellung anfallenden Rückstände des Braumalzes genannt.

„Ganz herzlichen Glückwunsch zum 2. Preis im nationalen Trophelia Wettbewerb. Ich bin stolz auf Sie“, betont Prof. Dr. Ulrich Müller. „Ein großer und wichtiger Erfolg auch für unsere Hochschule und den Fachbereich Life Science Technologies“, ist er sich sicher.

Die Endrunde des Trophelia-Produktentwicklungswettbewerbs fand online statt. Unter Nutzung hergestellter Videos und zugesendeter Produkte wurden am 22. Juni 2021 die Gewinnerinnen und Gewinner bekannt gegeben.

Lemgoer Gruppen des Mastermoduls „Planen und Entwickeln" waren schon häufig erfolgreich. 2014 gewann eine Studierendengruppe als nationaler Trophelia-Titelträger mit dem Cocktail „Droptail“ den Innovationspreis im europäischen Ecotrophelia-Wettbewerb.