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Verstärkung für den Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik

Mit Dr. Ulrich Büker begrüßt die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) am Standort Lemgo einen neuen Professor für das Lehrgebiet Informatik mit dem Schwerpunkt Wissensbasierte Systeme.

„Ich möchte meinen Erfahrungsschatz und mein Wissen an junge Menschen weitergeben und sie für neue Technologien und interessante Anwendungen begeistern“, betont Ulrich Büker. Während seiner langjährigen Tätigkeit in der Automobilindustrie hat er die Hochschullandschaft nicht aus den Augen verloren. „Nach meinem Wechsel in die Industrie im Jahr 2001 habe ich weiterhin jedes Jahr Veranstaltungen an der Universität Paderborn angeboten und freue mich, dies nun an der TH OWL hauptberuflich und in verstärktem Umfang tun zu dürfen“, führt er weiter aus. Besonders wichtig sei es ihm, die Lehre mit anwendungsorientierter Forschung zu verknüpfen, um so neueste Technologien und Erkenntnisse in die Lehre einfließen zu lassen. Deshalb ist Ulrich Büker die Wahl sehr leicht gefallen: „Die TH OWL hat sich in den vergangenen Jahren als sehr forschungsstarke Hochschule etabliert und bietet hierfür beste Voraussetzungen.“

Künftig möchte Ulrich Büker die Informatikthemen in den verschiedenen Studiengängen der TH OWL stärken und Veranstaltungen zur Künstlichen Intelligenz und zum Maschinellen Lernen sowie Anwendungen dieser Methoden für autonome Systeme etwa im Bereich des Autonomen Fahrens anbieten. Ulrich Bükers Verständnis von gelungener Lehre zielt dabei auf die Entwicklung einerseits fachlicher und andererseits persönlicher Fähigkeiten. „In meiner Lehre werden fachliche und überfachliche Kompetenzen verzahnt. Fachliche Bildung, aber auch Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden liegen mir am Herzen.“

Hinsichtlich der Forschung plant der Hövelhofer den Aufbau eines Labors für wissensbasierte Systeme, in dem anwendungsnahe Forschung für intelligente Systeme etwa im Bereich der mobilen und kooperativen Robotik stattfinden kann. Ulrich Büker: „Immer dort, wo Roboter in direkten Kontakt mit Menschen kommen oder gar mit diesen kollaborieren, sind spezielle Sicherheitsmechanismen zur Erkennung von Gefahrensituationen notwendig. Mit KI-Verfahren soll erkannt werden, ob sich eine solche Gefahrensituation ergibt und wie hierauf flexibel reagiert werden muss.“

Der Transfer von Forschungsergebnissen in Industrie und Gesellschaft ist Ulrich Büker sehr wichtig. Aus seiner Sicht profitieren dabei sowohl die Hochschule als auch die Unternehmen der Region. Hierfür will sich der Neuberufene stark machen.

Sein Studium der Informatik hat er an der Universität Paderborn absolviert und ebendort mit einer Arbeit zum Thema „Wissensbasierte Bilderkennung mit symbolischen und neuronal repräsentierten Merkmalen“ promoviert. Ebenfalls in Paderborn hat Ulrich Büker seine Habilitation zum Thema „Aktive Szenenauswertung und Objekterkennung“ abgeschlossen.

Jenseits der Schreibtischarbeit erfreut sich der 57-Jährige an seinem Hobby der Natur- und Landschaftsfotografie. Darüber hinaus geht er gemeinsam mit seiner Ehefrau auf Reisen.