Vier Millionen Euro für smartFoodTechnologyOWL

Die TH OWL erhält mehr als 4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), um im Rahmen der Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL weitere Projekte rund um die Zusammenführung von Industrie 4.0 und Lebensmitteltechnologie zu realisieren.

Lebensmittel lassen sich mit dem 3D-Drucker herstellen, Startups bieten ihren Kunden an, online Produkte vom Müsli bis zur Praline zu individualisieren. Automatisierung und Digitalisierung gewinnen in der Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung. Sie stehen im Zentrum der Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL.

 

Die Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL. wird bereits seit Januar 2017 durch das BMBF im Rahmen des Programms FH-Impuls gefördert. In dieser Zeit wurden strategische Kooperationen mit Wirtschaft, Verbänden und Politik rund um das Thema Digitalisierung der Lebensmittelindustrie aufgebaut. In derzeit sechs Forschungsprojekten entstehen unter Beteiligung von 8 Professuren mit rund 15 Mitarbeitenden aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung neuartige Konzepte und technische Lösungen für die intelligente Lebensmittelproduktion. Ein aktuelles Projekt hat beispielsweise das Ziel, eine genauere Aussage zum Mindesthaltbarkeitsdatum bei Pizza zu liefern. Das Datum, das bisher auf dem Pizzakarton steht, ist nur ein Näherungswert. Mit der neuen Förderung sollen sechs weitere Projekte entstehen, die auf die Verbesserung von Lebensmittelqualität abzielen.

 

 

„Die Zusage über weitere Fördermittel ist ein wichtiges Signal, das zeigt, dass unsere Partnerschaft ein Erfolgsmodell ist und bereits jetzt wichtige Innovationsimpulse in der Region und darüber hinaus setzt.“ bestätigt Professor Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und Partnerschaftssprecher der Initiative smartFoodTechnologyOWL. „Gemeinsam mit unserem erstklassigen Team an der TH OWL und unseren Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Forschung werden wir nun den weiteren Weg beschreiten, unsere Partnerschaft zu intensivieren und im nächsten Schritt nachhaltig zu verstetigen“, so Witte weiter. Auch in der nächsten Förderphase werden durch die Kofinanzierung der Projekte durch die Wirtschaft über 500.000 Euro Drittmittel eingeworben.

 

smartFoodTechnologyOWL

Hintergrund des Konzeptes smartFoodTechnologyOWL sind die zunehmenden Forderungen des Lebensmittelmarktes nach Qualität, Sicherheit, Natürlichkeit und Geschmack, aber auch nach Einhaltung sozialer Standards und nach sichtbaren Nachhaltigkeitsaspekten. Diese neuen Standards sind nur durch den Einsatz moderner Produktionsmethoden inklusive aktueller Automationslösungen der Industrie 4.0 und der Digitalisierung der Produktion zu erreichen. Dafür werden die Forschungsaktivitäten der beiden hochschuleigenen Institute, dem Institut für Industrielle Informationstechnik (inIT) und dem Institut für Lebensmitteltechnologie.NRW (ILT.NRW), gebündelt.  So sollen langfristig Energie- und Ressourceneffizienz verbessert, die Rohstoffausnutzung optimiert und neue Verbraucheranforderungen nach einer Individualisierung der Lebensmittel erfüllt werden.


FH-Impuls
Auf Empfehlung einer von  der ehemaligen Bundesforschungsministerin Johanna Wanka einberufenen unabhängigen Jury hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2016 aus über 80 Bewerbungen insgesamt 10 Fachhochschulen ausgewählt und dem BMBF zur Förderung empfohlen, die TH OWL ist eine davon. Für „FH-Impuls“ stellt das BMBF insgesamt rund 100 Millionen Euro für die Förderdauer von bis zu acht Jahren bereit.