Voller Erfolg: Ein Gin für die Artenvielfalt

Eine Spendenübergabe von 2.525 Euro geht an die Landschaftsstation im Kreis Höxter e. V. zur Erhaltung der Kalkmagerrasen und Pflege der Wacholdersträucher. Unter der Leitung von Professor Boris Stemmer wurde im letzten Jahr in Kooperation mit der Weserbergland Spirituosen Manufaktur und der Landschaftsstation ein Gin aus heimischen Quitten produziert mit der Idee, den Erlös aus dem Verkauf für den Erhalt der Artenvielfalt zu spenden.

Ein Gin hergestellt aus regionalen Zutaten, mit dessen Verkauf Artenvielfalt und Nachhaltigkeit unterstützt werden? Der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TH OWL hat es möglich gemacht. In Kooperation mit der Weserbergland Spirituosen Manufaktur und der Landschaftsstation im Kreis Höxter e.V. hat der Zusammenschluss in 2020 den Quitten-Gin für die Artenvielfalt aus Höxter produziert. „Das Besondere ist der Nachhaltigkeitsgedanke und die Zutaten aus der Region. Mit diesem Gin tun wir etwas für den Naturschutz und den Erhalt von seltenen Lebensräumen“, erzählt Lucas Kaußen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft.

Ziel des Gins ist es, die Kalkmagerrasen zu schützen auf denen der Wacholder wächst. Denn der Gewinn von fünf Euro pro verkaufter Flasche floss in die Spende an die Landschaftsstation im Kreis Höxter e.V. Das Ergebnis ist ein großer Erfolg. 2.525 Euro hat der Gin eingebracht und nun wurde die Spende an die Landschaftsstation übergeben. „Das Geld fließt in die Pflege und den Erhalt der Kalkmagerrasen. Dort wächst der Wacholder, aus dem wir unseren Gin herstellen. Aber auch viele andere Pflanzen und Tiere sind dort beheimatet“, erzählt Lucas Kaußen.

Für die Produktion des Gins muss aber immer auf den vorhandenen Bestand des Wacholders geachtet werden. „Die Frage stellt sich, wie viel Frucht geerntet werden kann, ohne dass die Qualität des Lebensraums leidet. Es wird also nie ein ganzer Strauch leergepflückt, schließlich sollen die Beeren auch den heimischen Lebewesen als Nahrung dienen“, betont Lucas Kaußen.

Bereits nach einer Woche nach Verkaufsstart war der Gin ausverkauft. „Wir haben schon damit gerechnet, dass wir den Gin ganz gut loswerden. Dass wir nach einer Woche ausverkauft waren, das war der Wahnsinn“, freut sich Lucas Kaußen.

Fans dieser nachhaltigen Spirituose können sich auch in Zukunft darauf freuen. Die Produktion soll in diesem Jahr wieder anlaufen.