Die Weidmüller Gruppe mit Hauptsitz in Detmold zählt zu den führenden Anbietern elektrischer Verbindungstechnik und entwickelt Lösungen für Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Gemeinsame Forschungs- und Transferprojekte verbinden die TH OWL und das Familienunternehmen seit langem.
Vor einem Jahr riefen beide mit der Einrichtung einer gemeinsamen Transferprofessur einen Steuerkreis ins Leben. Darin stimmen Vertreter des Präsidiums der TH OWL und der Unternehmensleitung der Weidmüller Gruppe gemeinsam mit Verantwortlichen der Forschungs- und Transferaktivitäten laufende Projekte, neue Vorhaben und strategische Schwerpunkte ab.
„Die Weidmüller Gruppe ist einer der wichtigsten Kooperationspartner der TH OWL – in Forschung, Lehre und Transfer. Die enge Zusammenarbeit schafft immer wieder die Grundlage für gemeinsame Innovationen“, sagt Professor Dr. Holger Borcherding, Transferprofessor für Leistungselektronik, Elektrische Antriebstechnik und Elektromagnetische Verträglichkeit an der TH OWL und Mitglied des Steuerkreises.
Ein Beispiel für die langjährige Zusammenarbeit sind die gemeinsamen Entwicklungen im Bereich Gleichstromnetze. Sie zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in industrielle Anwendungen überführt werden können.
Neben den bisherigen gemeinsamen Entwicklungen standen auch neue Projekte im Mittelpunkt der Sitzung. So wurden unter anderem die möglichen Beiträge des it's-OWL-Forschungsprojekts GoProZero zur zukünftigen Recyclingstrategie der Weidmüller Gruppe diskutiert. Das Projekt entwickelt digitale und KI-gestützte Lösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, ressourceneffiziente und kreislauffähige Produkte zu entwickeln.
Ein weiteres gemeinsames Vorhaben ist ein Promotionsprojekt zur Zuverlässigkeit von Steckverbindern. Ein Mitarbeiter der Weidmüller Gruppe wird dabei von drei Professuren der TH OWL betreut und promoviert am Promotionskolleg NRW.
Darüber hinaus wollen die TH OWL und die Weidmüller Gruppe gemeinsam mehr junge Menschen für Ingenieurstudiengänge begeistern und damit den Fachkräftenachwuchs für die Region stärken.
Für die Zukunft sehen die Beteiligten Potenziale in den Themenfeldern industrielle Künstliche Intelligenz, Robotik und Leistungselektronik.
„Die Kooperation zeigt auf, wie durch eine strategische Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft die Stärkung der Innovationskraft in der Region gelingt“, sagt Professor Dr. Stefan Witte, Vizepräsident für Forschung und Transfer der TH OWL und Mitglied des gemeinsamen Steuerkreises.
