Das traditionsreiche Seminar zur Bestimmung und Ökologie von Libellenlarven und ihren Exuvien fand am 14. und 15. Februar bereits zum 30. Mal in Höxter statt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der ökologischen Gewässerbewertung und im Artenschutz.
Exuvien? Biodiversitätswissenschaftler:innen wissen sofort Bescheid! Dabei handelt es sich um die leeren Hüllen, die die Libellenlarven nach dem Schlupf am Ufer ihres Fortpflanzungsgewässers zurücklassen. Mithilfe dieser Exuvien kann in der Landschaftsplanung die Libellenbesiedlung eines Gewässers dokumentiert werden.
„Exuvienaufsammlungen gehören zu den wichtigen Methoden des Biodiversitätsmonitorings, um die Bedeutung von Gewässern für die Artenvielfalt abzuschätzen und so zum Schutz der biologischen Vielfalt beizutragen“, erläutert Dr. Mathias Lohr, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Landschaftsplanung, Landschaftsökologie und Naturschutz, der diese Seminarreihe leitet. Mit seiner umfangreichen Publikationsliste gehört er zu den deutschlandweit anerkannten Experten für Libellen.
Das Seminar findet bereits seit 1996 jährlich im Biolabor für Landschafts-, Tier- und Pflanzenökologie auf dem Sustainable Campus Höxter statt. Es wird von der TH OWL in Zusammenarbeit mit der Natur- und Umweltakademie Nordrhein-Westfalen und der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW angeboten. Mitte Februar kamen 16 Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet hierzu nach Höxter.
Auch im nächsten Jahr wird wieder ein bundesweit beworbenes Exuvienseminar in Höxter angeboten. Zuvor findet jedoch wieder das seit einigen Jahren etablierte Seminar zur Einführung in die Bestimmung und Ökologie von Wildbienen statt.
Weitere Informationen zur kooperativen Seminarreihe und dem Biolabor für Landschafts-, Tier- und Pflanzenökologie am Sustainable Campus Höxter unter: www.th-owl.de/g/studium/fachgebiete/landschaftsplanung-landschaftsoekologie-und-naturschutz/weiterbildung/

