Wer an Nachhaltigkeit denkt, der denkt an Höxter

Seit 157 Jahren ist Höxter Hochschulstandort. In all den Jahren war das Verhältnis zwischen der Stadt und ihrer Hochschule geprägt von einer guten und kooperativen Zusammenarbeit. Dass dies auch in Zukunft so sein wird, wurde bei einem Besuch von Bürgermeister Daniel Hartmann auf dem Hochschul-Campus deutlich.

Eine Hochschule macht eine Stadt jünger, moderner - und besonders im Falle Höxter's auch nachhaltiger. Das waren einige der Erkenntnisse, die das neue Stadtoberhaupt bei einem Besuch an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe gewinnen konnte. „Zwar wohne ich nur unweit des Campus, dennoch ist es heute mein erster, aber bestimmt nicht der letzte Besuch bei Ihnen“, stellte Daniel Hartmann fest und ließ sich von Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL, und seinem Team aus Lehrenden über die aktuellen Bildungsmöglichkeiten am Hochschulstandort Höxter informieren. Neben den bewährten Studiengängen im Fachbereich Umweltingenieurwesen und angewandte Informatik sowie im Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung zählen auch die neuen Studiengänge „Precision Farming“ und „Freiraummanagement“ hierzu. „Mit diesem breiten Spektrum an umweltorientierten Studiengängen wird am Standort Höxter ein Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit sowohl im technischen als auch im planerischen Umweltsektor gelegt“, so Professor Dr. Krahl.

„Wer an Nachhaltigkeit denkt, der denkt an Höxter“: Mit dieser gemeinsamen Botschaft soll der Studienstandort Höxter nach Vorstellung der Verantwortlichen ein deutliches Profil bekommen und so für die Region eine eigene Marke entwickeln. Dass ein gutes Marketing nicht nur für die Technische Hochschule OWL wichtig ist, sondern auch für die Stadt und die Region von hoher Bedeutung ist, weiß auch Bürgermeister Hartmann: „Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie merken wir, wie sehr uns die Studenten im Stadtbild fehlen“. Durch das coronabedingte Studieren im Home-Office sind viele Studenten leider erst gar nicht nach Höxter gezogen, sondern in ihren Heimatorten geblieben. „Damit nach der Pandemie der Hochschulstandort weiterhin attraktiv bleibt, ist ein gemeinsames Werben für das Studieren in Höxter wichtig“, sind sich Bürgermeister Hartmann und Professor Dr. Krahl einig.

Doch nicht nur die Anwesenheit der jungen Leute ist eine Bereicherung für die Stadt Höxter. Eine Hochschule ist ein lebendiger Wissenskosmos. „Als Hort der Kreativität bringt sie neben den Studierenden selbst, zahlreiche innovative Projekte und neue Ideen in eine Stadt“, ist Professor Dr. Krahl von den Vorteilen einer engen Kooperation mit den hier lebenden Menschen überzeugt. Beispiele hiervon gibt es bereits viele. So werden z.B. praxisbezogene Forschungsaktivitäten der Hochschule für innovative Lösungen und Anwendungen in der kommunalen Arbeit der Kreisstadt nutzbar gemacht. Weitere gemeinsame Projekte im Zuge der EFRE-Förderung, Klimawald und Landesgartenschau zeugen von einer gelebten Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Stadt. „Dieses erfolgreiche Miteinander gilt es auch in der Zukunft weiterzuführen“, machte Bürgermeister Daniel Hartmann deutlich.

Mit einem Rundgang über den Hochschul-Campus endete der erste Besuch für das neue Stadtoberhaupt an der Technischen Hochschule. Dass es wie eingangs erwähnt nicht der letzte sein wird, stellte sich beim Betreten des Botanischen Gartens heraus. „In der Blütezeit würde ich mich hier über einen erneuten Besuch mit einer Führung sehr freuen“, so ein interessierter Daniel Hartmann. Dieser Wunsch wird ihm von den Verantwortlichen der Hochschule gerne erfüllt.