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Zukunft der Landwirtschaft gemeinsam gestalten

Wie kann die Landwirtschaft der Zukunft innovativ, nachhaltig und praxisnah weiterentwickelt werden? Über diese Frage tauschten sich TH-OWL-Präsident Professor Dr. Jürgen Krahl, Professor Dr. Josef Löffl und Eike Nier, Geschäftsführer des Arbeitskreises für Betriebsführung Hellweg an der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, aus.

Im Mittelpunkt des Gesprächs auf dem Innovation Campus Lemgo standen mögliche Kooperationsansätze zwischen Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis. Ziel des Austauschs war es, Potenziale für ein gemeinsames Innovationsökosystem auszuloten, das wissenschaftliche Expertise, landwirtschaftliche Anforderungen sowie Wissenstransfer noch enger miteinander verbindet. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie bestehende Kompetenzen gebündelt und neue Impulse für die Zukunft der Landwirtschaft gesetzt werden können.

Ein besonderer Fokus lag auf der Entwicklung eines praxisnahen Zukunftsprojekts, das die TH OWL, die Landwirtschaft sowie Partner aus Industrie und Start-up Umfeld zusammenbringen könnte. Außerdem diskutierten sie die Idee, gemeinsam mit Studierenden verschiedener Fakultäten schnell und direkt an konkreten, KI- und datenbasierten Lösungen für landwirtschaftliche Betriebe zu arbeiten. 

„Besonders überzeugt hat mich der konsequent praxisorientierte Ansatz und die Vision, Innovationen deutlich schneller in die Anwendung zu bringen, ohne lange Entwicklungszyklen über viele Jahre“, resümierte Eike Nier. 

Die TH OWL verfügt bereits seit vielen Jahren über enge Anknüpfungspunkte zur Landwirtschaft. So etablierte die Hochschule bundesweit das erste Angebot im Bereich Precision Farming. Zudem rief Professor Dr. Burkhard Wrenger das Projekt „Mobile SmartFarm OWL“ ins Leben und setzte damit wichtige Impulse für die digitale und nachhaltige Landwirtschaft in der Region. 

Mit der Implementierung des Fachbereichs Landwirtschaft, Lebensmittel und Gesundheit will die Hochschule diese Themen künftig noch stärker bündeln und strategisch weiterentwickeln. Besonders in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Automation sieht die TH OWL großes Potenzial, um landwirtschaftliche Prozesse effizienter, nachhaltiger und zukunftsfähig zu gestalten. 

„Der Austausch mit Herrn Nier zeigt sehr eindrücklich, wie wichtig der Dialog zwischen landwirtschaftlicher Praxis und wissenschaftlicher Expertise ist. Am Institut für Wissenschaftsdialog ist es unser Anliegen, Erfahrungen aus den Betrieben mit aktuellen Forschungs- und Digitalisierungsthemen zusammenzubringen, um gemeinsam tragfähige Antworten auf die Zukunftsfragen der Landwirtschaft zu entwickeln. Solche Begegnungen sind ein wichtiger Motor, um Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern im Gespräch weiterzuentwickeln und in die Region zurückzuspielen“, betonte Professor Löffl. 

Auch Hochschulpräsident Professor Krahl unterstrich die Bedeutung des Themas für die Hochschule: „Die TH OWL ist seit vielen Jahren eng mit der Landwirtschaft verbunden. Diese Kompetenzen wollen wir weiter ausbauen und gezielt für die Zukunft der Landwirtschaft nutzen.“