Oilpalmsugar
Projekt: Oilpalmsugar
Im Projekt „Oilpalmsugar“ wird die Nutzung von Ölpalmenholz für die Herstellung von verdichtetem Fasermaterial sowie der Abfallprodukte für die nachhaltige, biotechnologische Produktion von Feinchemikalien synergistisch erforscht, entwickelt und umgesetzt.

Projektbeschreibung
Palmöl ist heutzutage aus vielen Produkten nicht mehr wegzudenken und ist in vielen Lebensmitteln und Kosmetika enthalten. Die vielfache Verwendung liegt vorallem in der hohen Produktivität der Ölpalme (Elais guineensis JACQ.) begründet, was dazu führte, dass diese die erfolgreichste aller Ölpflanzen ist.
Die Produktivität der Ölpalme nimmt allerdings nach etwa 25 Jahren ab, weshalb diese nach dieser Zeitspanne gefällt und neu angepflanzt werden. Das führt dazu, dass jährlich 100 bis 120 Mio. Ölpalmenstämme mit 150 bis 180 Mio. m³ als Abfallprodukte anfallen.
Da das Palmenholz eine hohe Feuchtigkeit und hohe Zuckerkonzentration aufweist, wird das Holz schnell von Pilzen befallen, was zu Problemen auf den Plantagen und bei der Weiterverarbeitung führt.




Wie kann also mit dem anfallenden Palmholz verfahren werden? Und wie können die Abfallprodukte ökologisch und ökonomisch verwendet werden?
Dieses sind die Fragen, die wir uns sowohl in der Holztechnik aber auch in der Biotechnologie stellen.
Bisherige Forschungsarbeiten haben das große wirtschaftliche Potenzial von Ölpalmenholz gezeigt und Produktionsanlagen für erste technisch relativ einfache Produkte sind aktuell in Planung. Jedoch sind mit der vergleichsweise geringen Dichte des Ölpalmenholzes auch geringe elastomechanische Eigenschaften verbunden und es kommt aufgrund der Materialstruktur zu Qualitätsbeeinträchtigungen während der Be- und Verarbeitung. Daher ist das bisher mögliche Produkt- und Produktionsspektrum eingeschränkt. Die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten werden dabei bei weitem nicht ausgeschöpft.
Um technische Eigenschaften, Ausbeute und Wertschöpfung des Palmenholzes zu verbessern, sollen die Eigenschaften des überwiegend leichten Materials durch Verdichtung des nassen und trockenen Fasermaterials verbessert werden und die Nutzung von Ölpalmenholz für die Herstellung von verdichtetem Fasermaterial somit ermöglichen.
Sowohl der resultierende Saft als auch das restliche anfallende Palmholz sollen weiterhin in biotechnologischen Prozessen genutzt werden um industriell relevante Produkte herzustellen.
Dieses Zusammenwirken von Holztechik und Biotechnologie erhöht die Nachhaltigkeit der Ölpalmproduktion und sowohl birgt okölogische als auch ökonomische Vorteile.

