Assistenzsysteme für Personen mit Unterstützungsbedarfen

Die Inklusion von Personen mit Unterstützungsbedarfen in wertschöpfende Arbeitsprozesse stellt ein wichtiges gesellschaftliches Ziel dar. Ein besonderer Schwerpunkt bildet hierbei die verbesserte Durchlässigkeit zwischen den Werkstätten für behinderte Menschen und dem ersten Arbeitsmarkt.

Um eine solche Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, sind maßgeschneiderte Unterstützungssysteme bereitzustellen. Daher wird im öffentlich geförderten Verbundprojekt „SInnAssist“ ein System entwickelt, welches die Personen nicht nur situationsbezogen bei ihrer Montagetätigkeit unterstützt, sondern darüber hinaus eine Assistenz der Sozialen Arbeit bietet. „Ein solches Assistenzsystem soll dabei helfen, Personen mit Unterstützungsbedarf als vollwertige Fachkräfte einsetzen zu können.“, erklärt Sven Bendzioch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Labor für Industrial Engineering. Zum Abschluss des Projektes wird ein Lösungsansatz vorliegen, der die Arbeitssituation von Personen mit Unterstützungsbedarfen in den Werkstätten für behinderte Menschen verbessert und die Chancengleichheit auf dem ersten Arbeitsmarkt erhöht. Damit leistet das Projekt einen unmittelbaren Beitrag zur Umsetzung der im Jahr 2009 von der Bundesregierung ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention. Das Verbundprojekt wird in Kooperationen zwischen der Fachhochschule der Diakonie (FHdD) und dem Labor für Industrial Engineering der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Prof. Dr. Sven Hinrichsen und Prof. Dr. Sven Tackenberg) im Zeitraum vom 01. Dezember 2020 bis zum 30. November 2023 durchgeführt. Die Umsetzung des Projekts (FKZ: 13FH047SA8/ 13FH047SB8) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Verbesserung der Lebensqualität in Stadt und Land durch soziale Innovationen – FH-Sozial“ gefördert und vom VDI Technologiezentrum betreut.