Sieger der Herzen – schon jetzt

Holztechniker stellten ihr Segel-Skiff auf der Messe „boot“ in Düsseldorf aus

Es war eine doppelte Premiere. Erstmalig hatte die TH OWL auf der weltgrößten Wassersportmesse in Düsseldorf einen eigenen Stand und erstmalig bauen überwiegend Studierende der Holztechnik ein Segel-Skiff für den schon seit über einem Jahrzehnt in Italien durchgeführten 1001 Vela Cup. Im Cup geht es darum, ein aus mindestens 75% nachwachsenden Rohstoffen bestehendes Segelboot mit fixen Dimensionen zu konstruieren, zu bauen und in einer Regatta zu segeln.

Das Interesse an den OWL’ern war riesig. Gespräche wurden an den neun Messetagen auf allen Ebenen geführt. Von Repräsentanten von kommerziellen Werften, die sich vor allem für die Innovationen im modernen Holzbootsbau interessierten, über Hobby-Bootsbauer, die Tipps gerne annahmen, bis hin zu jungen Segel- und Holzbegeisterten, die sich über eine Karriere als Holztechniker informieren wollten, war alles vertreten. Auch die Konkurrenz war auf dem Stand. Mit den Schiffbauern vom Förderacer der FH Kiel sowie dem Ecosail-Team der Hochschule Karlsruhe tauschte man sich aus und will einen gemeinsamen Workshop im Februar veranstalten.

Viele der Besucher wollen jetzt dem Formula Sailing TH OWL – Team auf Instagram folgen. Man ist zu gespannt, ob all die Features, die geplant wurden, auch auf dem Wasser funktionieren. Vereinzelte Unkenrufe, dass all das bei den hohen Geschwindigkeiten vermutlich eh nicht verstellt wird, parieren die Lemgoer gelassen. Man muss es halt mal ausprobieren. Quer in den Bootsbau einsteigenden Holztechnikern gelingt das vielleicht eher als traditionsbeladenen Branchenpraktikern. Diese erfrischend neue Sicht der TH OWL auf eine alte Fortbewegungsart war Gespräch auf der „boot“, zumindest in Halle 15.